Das ging gründlich daneben ….

Württ. Meisterschaft  –  Finale (Hinspiel)

TV Weilstetten  –  SV Remshalden   38:27  (15:11)

Das hatten sich die Handballer der SVR sicherlich anders vorgestellt: zwar konnte man mit einer Niederlage in Weilstetten durchaus rechnen, doch in dieser Höhe wird das Rückspiel zu einer kniffligen  Aufgabe. Der TV Weilstetten zeigte über die gesamte Spielzeit den größeren Einsatz und war am Ende der verdiente Sieger. Remshalden wird sich nun gewissenhaft auf das Rückspiel vorbereiten müssen und alles daran setzen, das scheinbar Unmögliche noch möglich zu machen.

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel mit höchstem Tempo, bei dem die Gastgeber auch aufgrund von Fehlern der SVR schnell mit 3:1 in Führung lagen. Insbesondere der starke Steffen Müller war kaum zu bremsen. Doch auch der TVW wurde nachlässig, Carsten Röhrle nutzte dies mit zwei Gegenstößen und erzielte beim 5:4 den Anschlusstreffer. Remshalden blieb dran, setzte die Gastgeber weiter unter Druck und agierte nun auch in der Defensive effektiver. Erneut erfolgreich abgeschlossene Gegenstöße durch Moritz Knück und Carsten Röhrle bedeuteten den Ausgleich (8:8) in der 18. Minute. Weilstetten legte wiederum vor, die Gäste aus dem Remstal sahen sich nach mehreren vertanen Großchancen erneut im Rückstand (11:13). Dies sollte sich auch in den kommenden Minuten nicht ändern. Immer wieder wurden auch die besten Tormöglichkeiten ausgelassen, zudem machte sich mehr und mehr das verletzungsbedingte Fehlen des Innenblocks in der Abwehr bemerkbar. Weilstetten zog Tor um Tor davon und vergrößerte seinen Vorsprung über die Halbzeit hinaus bis zur 34. Minute auf 18:11.

Bereits zu Beginn des zweiten Durchgangs war damit schon so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Der Rückraum des TV Weilstetten hatte viel zu viel Platz und konnte nach Belieben werfen, zudem hatten beide SVR-Torhüter an diesem Abend nicht gerade ihren besten Tag erwischt. Remshalden fand auf der Gegenseite kaum ein geeignetes Mittel, die engagierte Abwehr des TV zu überwinden. Selbst mehrere Zeitstrafen gegen die Gastgeber nutzte das Team von Coach Alexander Schurr nicht. Immer wieder wurde Zeitspiel gegen die SVR angezeigt, das die Akteure unter noch größeren Druck setzte. Unvorbereitete und ungenaue Würfe waren die Folge. Weilstetten verwaltete dagegen seinen komfortablen Vorsprung. Noch einmal flackerte ein wenig Hoffnung auf, als Hendrik Wiesner und Andreas Huber auf 27:22 verkürzen konnten, doch der TV legte nach und erzielte drei Treffer in Folge zum 30:22. Alle weiteren Bemühungen der SVR verpufften, Weilstetten erwies sich als bissiger und schneller in seinen Aktionen und erhöhte bis zum Ende sogar noch auf 11 Treffer Differenz (38:27). Bei der SVR machte sich das Fehlen der Verletzten schmerzlich bemerkbar, letztlich fehlten damit auch die Wechselmöglichkeiten in Angriff und Abwehr.

Es scheint eine Herkulesaufgabe zu werden, doch mit dem Heimpublikum im Rücken wird das Team am kommenden Samstag (17.00 Uhr) sicher noch einmal alles daran setzen, das schier Unmögliche möglich zu machen, dann macht auch der anschließende Saisonabschluss mehr Spaß.

TV Weilstetten:   Sauter, König;   Euchner (4), Maier, Schuldt (2), Witt (3), Raible (5), Bischoff (5), Single (4), Müller (6), Slongo, Kübler (9/5).

SV Remshalden:  Mühleisen, Klemm;   Eckstein (3), Klein (1), Tögel (3), Klingler, Wiesner (5), Huber (2), Rascher (2/2), Hartenstein (4), Pesch (2), Röhrle (3), Knück (2).

 

  Autor des Artikels: Armin Wiesner