Einsbe legt sich Punkt unter den Weihnachtsbaum

Zwei Tage vor Heiligabend stand in der Bezirksliga nochmal ein richtiger Kracher auf dem Programm. Die SVR musste in der berüchtigten Alfred-Kärcher-Sporthalle in Winnenden ran, an die das Team keine allzu guten Erinnerungen hatte.
Das Spiel begann und die mitgereisten Fans der SVR machten richtig Stimmung auf der Tribüne, um das Team von Coach Schönleber zum Erfolg zu peitschen. Gleich im ersten Angriff hatte man den Ball eigentlich schon sicher gewonnen, allerdings kam der Gastgeber trotzdem an den Ball und erzielte den ersten Treffer der Partie. Das Spiel wurde hart geführt und man merkte, dass beide Teams gut aufeinander eingestellt waren, da sich keines von beiden absetzen konnte und durchgängig gleichauf waren. Die Defensivleistung der Remshaldener war gut. Man eroberte einige Bälle und konnte sogar einen Kempatrick verhindern. Rommel im Tor war auch von Beginn an hellwach und unterstützte die Abwehr glänzend. Im Angriff machte das Team ordentlich Druck und man kam auch oft in gute Wurfpositionen, jedoch machte der harzfreie Ball der SVR zu schaffen und somit war leider nicht jeder Wurf ein Treffer. Als auch die Einsbe-7-Meter nicht den Weg ins Ziel fanden und auf der anderen Seite Sebastian Rilling mit dem Pausenpfiff zum 13:11 für den HC netzte, konnte das erste Mal in diesem Spiel durchgeatmet werden. Auf jede Aktion auf dem Spielfeld folgte eine lautstarke Reaktion auf den Rängen, eine tolle Atmosphäre für jeden Handballfan.

In Halbzeit zwei musste die SVR wieder mehr zusammenspielen im Angriff. Zu viele Einzelaktionen prägten das Spiel. In der Abwehr sollte man weiter zupacken, was Deutschländer nach einem Zweikampf glatt Rot kostete. Trotz dieser Schwächung konnte der HC kein Profit daraus schlagen. Die anderen Einsbe-Spieler fingen den Verweis gut auf und agierten weiter kompakt und sicher. Daraus entstehend gelang den Gästen in der 37. Minute die erste Führung, erzielt von Lehner. Es dauerte noch weitere drei Minuten, ehe der Gastgeber den ersten Treffer erzielen konnte. Der Pausenstand somit egalisiert und es entwickelte sich ein wahrer Krimi. Kein Team schaffte es, sich abzusetzen, da die bärenstarken Torhüter immer wieder klare Chancen vereitelten. Die Anzahl der gegebenen Zeitstrafen erhöhte sich immer weiter, da um jeden Zentimeter auf dem Feld gekämpft wurde. In der 45. Minute musste auch Winnenden die erste Disqualifikation akzeptieren und Rose durfte nicht mehr teilnehmen. Es machte den Anschein, als ob die SVR nun einen Vorsprung erarbeiten könne, da Staiger und Kussinger die Einsbe das erste Mal mit drei Toren Differenz in Führung brachte. Dieser konnte auch bis zur 51. Minute gehalten werden, aber dann schaffte man es im Angriff nicht, weitere Tore zu erzielen und somit kam Winnenden, trotz einer weiteren Disqualifikation, wieder Tor um Tor heran. Einzig und allein der guten Abwehrarbeit in der Schlussphase ist zu verdanken, dass man nicht in Rückstand geriet. Beim Stand von 22:22 ging es in die letzte Minute. Nachdem Einzelaktionen nicht zum Torerfolg führten, bediente Lehner Kussinger am Kreis, der die SVR in Führung schoss. Winnenden nahm die Auszeit und die Einsbe schwor sich auf die alles entscheidende Abwehraktion ein. Man verteidigte 20 Sekunden gut, ehe sich die Situation aus der ersten Halbzeit wiederholte und auch in dieser Hälfte Sebastian Rilling mit der Schlusssirene netzte und seinen persönlich zehnten Treffer markierte. Endstand 23:23.
Mit diesem Unentschieden konnte man sich zwar nicht für die Hinspielniederlage rächen, aber immerhin ging man nicht ohne Punkt wieder nach Hause. Die Einsbe genießt nun die Weihnachtsfeiertage und wünscht auch allen Lesern eine schöne Zeit und einen guten Start in das Jahr 2019, in dem die Einsbe natürlich wieder angreifen wird.

 

Einsbe: Rommel, Seybold; Wiesner, Böhringer (2), Kussinger (3), Fellmeth, Deutschländer, Zeitler, Lehner (5/2), Huber (10/2), Staiger (1), Botschner, Beller (1), Baret (1)

  Autor des Artikels: Florian Kussinger