Spitzenspiel vor toller Kulisse endet 32:26 für die SVR

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SV Remshalden – TSV 1866 Weinsberg 32:26 (17:14)

Als Topspiel im Treffen der beiden bisher ungeschlagenen Mannschaften wurde die Partie im Vorfeld angekündigt. Die Erwartungen der Zuschauer in der bis auf den letzten Platz besetzten Stegwiesenhalle wurden dabei in allen Belangen erfüllt. Beide Teams zeigten eine klasse Leistung und bestätigten, dass sie zurecht ganz oben in der Tabelle zu finden sind. Am Ende gewann das an diesem Abend bessere Team aufgrund der hervorragenden Abwehrarbeit und einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdient mit 32:26.

Beide Teams waren sofort im Spiel drin und Remshalden legte vor (2:0). Doch der TSV konterte und glich durch den starken Roland Kroll wieder aus. Das Spiel blieb eng, es gelang keiner Mannschaft sich abzusetzen. Remshalden ließ dabei noch die ein oder andere Chance liegen um deutlicher in Führung zu gehen. So lagen die Gäste nach 12 Minuten beim 6:7 zum ersten Mal vorne, es sollte allerdings die einzige Führung im Spiel bleiben. Markus Tögel zeigte sich von seiner guten Seite und glich mit seinem bereits dritten Treffer wieder aus. Es kam noch besser: Uli Seybold mit einem Gegenstoß und der vom Siebenmeter hundertprozentig erfolgreiche Oliver Ruge brachten die SVR wieder mit zwei Toren in Führung (9:7). Wieder ließen sich die Gäste nicht abschütteln. Immer wieder brachten sie ihren Rückraumspieler Max Schulze in Position, der nur schwer zu halten war. Weinsberg glich wieder aus (11:11). Die Nerven der Zuschauer auf beiden Seiten wurden aufs Äußerste strapaziert. Noch einmal zog Remshalden mit zwei Toren weg und wieder schafften die Gäste nach 27 Minuten das Remis (14:14). Coach Alexander Schurr legte die Grüne Karte und schien in der Auszeit die passenden Worte gefunden zu haben. Die Abwehr packte wieder entschlossen zu und innerhalb von zwei Minuten gelangen der Offensive drei weitere Treffer zum 17:14-Pausenstand.

Von Beginn an hoch konzentriert agierten die Gastgeber auch im zweiten Durchgang. Felix Holczer, der am Kreis immer wieder in Szene gesetzt wurde und Hendrik Wiesner aus dem Rückraum bauten die Führung der SVR aus. Nach 40 Minuten betrug der Vorsprung schon fünf Treffer (21:16). Andreas Huber und wieder Holczer setzten noch eins drauf und so war beim 23:17 der größte Vorsprung erreicht. Doch so richtig zu war der Sack selbst zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Partie blieb hochklassig und spannend, die Unparteiischen hatten alle Hände voll zu tun, machten aber ihre Sache recht ordentlich. Weinsberg kam immer wieder gefährlich in Wurfposition und verkürzte zum 24:20. Der Gast versuchte es mit allen taktischen Mittel, nahm den Rückraum der Remshaldener in kurze Manndeckung, spielte im Angriff mit zwei Kreisläufern und kam beim 27:24 noch einmal gefährlich nahe. Allerdings blieb der Gast immer wieder in der Deckung der Hausherren hängen oder scheiterte am starken Tobias Klemm im Gehäuse der SVR. 7 Minuten vor dem Ende nahm Schurr noch einmal eine Auszeit, die wieder fruchten sollte. In der Folge spielte Arne Wiesner seine Schnelligkeit aus, erzielte mit einem Doppelschlag das 29:24 und sorgte damit knapp vier Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung. Die letzten Minuten gehörten dann vollends der SVR, Oliver Ruge mit seinem sechsten Siebenmeter, Hendrik und Arne Wiesner sorgten beim 32:25 dafür, dass die Fans bereits Minuten vor dem Ende aufstanden und ihr Team feierten. Gäste-Trainer Markus Kübler wirkte dann auch in der Pressekonferenz ziemlich niedergeschlagen und musste den verdienten Sieg der Heimmannschaft neidlos anerkennen. SVR-Coach Alexander Schurr war glücklich über die gute Leistung seiner erfahrenen Akteure, lobte aber auch insbesondere seine jungen Spieler, die wie er sagte „im Training und in den Spielen einen tollen Job machen“.

SV Remshalden: Klemm, Mühleisen; Eckstein (1), Tögel (3), Ruge (8/6), Holczer (3), H.Wiesner (5), A.Wiesner (5), Huber (4), Seybold (1), Rascher, Wehner (1), Pesch, Knück (1).
TSV Weinsberg: Fasano, Hirschmann; Schulze (8), Vollert, Westerbusch, Nentwich (1), Rieker, König (4), Martin, Landenberger (2), Reichert, Köder (6/3), Kroll (5), Geiger.

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 26. Oktober 2015