Umbruch in der 1. Männermannschaft

Der 1. Männermannschaft der SV Remshalden steht nach dem Klassenerhalt am letzten Spieltag ein größerer Umbruch bevor. Nachdem das Kollektiv über viele Jahre zusammenblieb, werden nun leider einige wichtige Stützen und Führungsspieler weg brechen.

Dem erst vor der Saison zur Mannschaft gestoßenen Joel Schwarz wird es aus beruflichen Gründen nicht mehr möglich sein für die SVR aufzulaufen. Wo der angehende Polizist und flinke Rückraumspieler kommende Saison auflaufen wird, steht momentan noch nicht fest.

Auf Anraten seines Arztes wird Moritz „Kimi“ Pesch aus gesundheitlichen Gründen seine Handballschuhe verfrüht an den berühmten Nagel hängen müssen. Nachdem Moritz 2012 vom TSV Schmiden nach Remshalden kam entwickelte er sich schnell zu einem der besten Linksaußen der Württembergliga. „Kimi“ bestach im Trikot der SVR jahrelang durch konstante Leistungen und vor allem durch seine abgezockte Abschlussstärke.

Felix Holczer kam nach dem BWOL-Abstieg 2015 von der SG H2Ku Herrenberg zur SVR. Der großgewachsene Kreisläufer wurde, sowohl im Abwehr-Mittelblock als auch im Angriff, schnell zu einer festen Größe im Team und ist eigentlich nicht mehr wegzudenken. Da es ihm berufsbedingt aber immer schwerer fällt, das große Pensum abzurufen, wird auch er seine Sporttasche in die Ecke stellen.

Unser Trainer Slavko Pustoslemsek wird die SVR nach 3 Jahren in Richtung Schorndorf (Landesliga) verlassen. Der B-Lizenz Inhaber war drei Jahre lang als Co-Trainer tätig, ehe er nach der Entlassung von Frederick Griesbach (zur kommenden Saison VfL Pfullingen / 3. Liga) interimsweise für die restliche Saison zum Cheftrainer ernannt wurde. Mit „Slav“ verliert der Verein einen sehr ehrgeizigen und fachkompetenten Coach, der maßgeblichen Anteil an den vergangenen, erfolgreichen Jahren sowie dem Last-Minute-Klassenerhalt als „Chef“ der Mannschaft hat.

Fast schon tragisch wiegt der Abgang unseres Eigengewächses Uli Seybold. Der schnelle Rechtsaußen riss sich bekanntlich in der Aufstiegssaison während einem Spiel das Kreuzband. Hartnäckig und voller Tatendrang bewältigte er die Reha, bis ihm kurz vor seinem Comeback ein weiterer Kreuzbandriss einen Strich durch die Rechnung machte. Dass er jetzt erst einmal eine Auszeit vom aktiven Handballsport braucht, ist nachvollziehbar. Ob Uli jemals wieder auf die Platte zurückkehren wird, ist mit einem großen Fragezeichen versehen.

Zu guter Letzt nagelt ein weiterer Leistungsträger und Torgarant seine Schuhe an die Wand. Nachdem bereits in den letzten Jahren mit Alfred Deutschländer und Markus Tögel zwei absolute Aushängeschilder der SVR kürzer traten, geht nun eine weitere Ära zu Ende. Bereits vor einem Jahr standen bei unserem Eigengewächs und Kapitän Hendrik Wiesner die Zeichen auf Abschied, ehe er sich letztendlich doch nochmal bereit erklärte dem Team nach dem Aufstieg in die BWOL zu helfen. Nach den langen Verletzungspausen während dieser Saison zieht Hendrik nun endgültig einen Strich unter seine lange und erfolgreiche Handballkarriere.

Nicht nur sportlich hinterlassen diese Abgänge eine große Lücke, auch menschlich fallen wichtige Bestandteile aus dem Kader und damit auch aus der Kabine. Wir wünschen allen alles Gute und viel Erfolg für die weiteren Schritte und Wege und hoffen dass sie der SVR trotzdem weiterhin verbunden bleiben werden.

Autor: Sascha Gauss

  Autor des Artikels: wiesner