10 Minuten verschlafen, Punkte sind weg ….

SV Remshalden  –  TVS Baden-Baden   27:33  (16:16)

Viel vorgenommen hatte sich die SVR nach der knappen Niederlage in Weilstetten. Zunächst schien auch alles nach Plan zu laufen, in der ersten Hälfte war die SVR mehr als nur auf Augenhöhe. Zehn Minuten genügten den Gästen in Halbzeit zwei, um davonzuziehen. Die SVR hatte dem nichts mehr entgegen zu setzen und verlor schließlich deutlich mit 27:33 Toren.

Die Begegnung begann ausgeglichen, beide Teams benötigten etwas Anlaufzeit um ins Spiel zu kommen. Bis zum 5:5 nach 10 Minuten blieb die Partie völlig ausgeglichen. Kenneth Eckstein vom Kreis und Moritz Pesch nach einem tollen Zuspiel von Marian Rascher sorgten dann allerdings für die Zwei-Tore-Führung zum 7:5. Remshalden versäumte es nun nachzulegen, gleich zwei vergebene Chancen hätten eine deutlichere Führung bedeuten können. So blieb es bei einem Spiel auf Augenhöhe, bei dem beide Teams ihre Chancen zu nutzen wussten, trotzdem aber nicht fehlerfrei spielten. Marian Rascher narrte die gesamte TVS-Abwehr und erzielte das 10:8, allerdings schlug Baden-Baden zurück und konnte ausgleichen. Hendrik Wiesner, Kai Schweikhardt und Marvin Klein fanden nun die Lücken in der Defensive der Gäste und legten zum 14:11 vor. Die SVR machte nun einen sicheren Eindruck und hatte die Gäste scheinbar im Griff. Allerdings wurden nun auch wieder klare Chancen beim Gegenstoß nicht genutzt, eine unnötige Zeitstrafe kam hinzu. Der TVS erzielte in der Folge gleich zwei Treffer aufs leere Tor der SVR, da die Gastgeber den Torhüter herausgenommen hatten und so war innerhalb von wenigen Sekunden der Vorsprung aufgebraucht. Beim 16:16 wurden die Seiten gewechselt.

Baden-Baden setzte auch in der zweiten Halbzeit auf seine offensive und sehr aggressiver Abwehr und schaffte es, der SVR immer wieder den Schneid abzukaufen. Remshalden verzettelte sich zunehmend in Einzelaktionen, die wenig erfolgreich waren. Dazu gesellten sich Ballverluste und technische Fehler, die der Gegner zu bestrafen wusste. Dazu kamen immer wieder originelle Entscheidungen der Unparteiischen, die ihre ganz eigene Regelauslegungen hatten. Baden-Baden zog auf 18:23 davon und SVR-Coach Freddy Griesbach hatte nun genug gesehen. Er bat sein Team in der Auszeit zu einer deutlichen Aussprache, die in der Folge allerdings nicht den gewünschten Erfolg hatte. Alle Arbeit aus der ersten Halbzeit hatte sich sein Team mit der verschlafenen Anfangsphase in Durchgang zwei zunichte gemacht. Das Spiel wurde zunehmend ruppiger, Remshalden leistete sich mehrere kleine Fehler und war so nicht mehr in der Lage, die Partie noch einmal zu drehen. Mit den Entscheidungen der Schiedsrichter war das Team nicht immer einverstanden und kassierte wie schon in der Vorwoche eine Zeitstrafe gegen die Bank. Trotz aller Bemühungen gelang es den Hausherren nicht mehr, in den verbleibenden Minuten den Rückstand zu verkürzen. Der TVS schaukelte die Partie sicher nach Hause, ließ nichts mehr anbrennen und gewann aufgrund der besseren zweiten Hälfte mit 33:27 Toren. Schade für die SVR, denn eigentlich wäre mehr drin gewesen gegen den Tabellenzweiten aus Baden-Baden.

SVR:  Klemm, Mühleisen;   Eckstein (3), Klein (4), Ruge, Schwarz, Holczer (3), N.Pesch, Wiesner (6), Schweikhardt (1), Rascher (5), Hartenstein, M.Pesch (5).

TVS: Horn, Bissinger;    J.Henke, Wichmann, Seiter (1), Bornhäußer (6), Grimm (7), Fritz (7/6), Unser (2), Koch (8), Jolibois (1), F.Henke (1).

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 27. November 2017