15 Tore Vorsprung – das war deutlich !

SV Remshalden – SF Schwaikheim 34:19 (16:9)

Es hätte ein tolles Lokalderby werden können. Doch allein dazu fehlte die Spannung – zumindest 45 Minuten lang. Schwaikheim erwies sich nur in der ersten Viertelstunde als gleichwertiger Gegner. Die Gastgeber dominierten die Partie in allen Belangen und gewannen auch in dieser Höhe verdient mit 34:19.

Beide Mannschaften kamen nur schwerlich ins Spiel, wahrlich kein Augenschmaus waren die ersten Minuten für die zahlreichen Zuschauer. Schwaikheim versuchte immer wieder über den Kreis zum Erfolg zu kommen, was auch häufig gelang. Auch weil die Defensive der SVR in der Anfangsphase alles andere als sattelfest stand. Die Gäste führten beim 2:4, ehe der Remshaldener Rückraum ausgleichen konnte. Schwaikheim ließ nicht locker und ging bis zum 6:7 noch dreimal in Führung. Dies sollte es dann allerdings gewesen sein. Remshalden stellte in Abwehr und Angriff um und kam nun immer mehr in Fahrt. Markus Tögel und Hendrik Wiesner sorgten für die 9:7-Führung für die SVR. Die erste Zeitstrafe gegen Schwaikheim in einer äußerst fairen Partie nutzten die Hausherren gnadenlos aus. Außen Moritz Knück wurde frei gespielt und erzielte mit einem Doppelschlag das 12:8. Die Remshaldener Abwehr stand nun deutlich besser und stellte den Gäste-Angriff häufig vor große Probleme. Zudem wurde auch Tobias Klemm im Tor immer stärker und zeichnete sich mehrfach aus. Marian Rascher, nicht nur in der Abwehr stets präsent, spielte auch in der Offensive seine Schnelligkeit aus, erzielte zwei Treffer und erhöhte zum 15:9. Oliver Ruge sorgte vom Siebenmeter für die komfortable Führung zur Pause (16:9).

Wer nun glaubte, dass die SVR einen Gang zurück schalten würde, sah sich schnell getäuscht. Die Abwehr machte dort weiter, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatte. Schwaikheim fand kein passendes Rezept mehr und agierte häufig am Rand des Zeitspiels. Zu harmlos wirkte das Spiel der Gäste und ermöglichte so immer wieder Ballgewinne und Gegenstöße der Gelb-Blauen. Der Vorsprung wuchs kontinuierlich an. Beim 22:12 durch Kenneth Eckstein nach 40 Minuten war eigentlich schon klar, wer am Ende als Sieger das Feld verlassen würde. Remshalden zog sein Spiel aber weiter durch. Wieder in Überzahl wurden die Außenspieler frei gespielt. Nutznießer diesmal war Moritz Pesch, der mit seinen Toren auf 25:13 erhöhen konnte. Coach Alexander Schurr wechselte nun munter durch, doch dies tat dem Spiel keinen Abbruch. Daniel Mühleisen im Tor der SVR war sofort im Spiel, parierte mehrfach auch die „Hundertprozentigen“. Arne Wiesner spielte seine Schnelligkeit aus, traf zweimal in Folge und erhöhte auf 29:14. Youngster Oliver Klingler erzielte mit seinem Treffer aus dem Rückraum das 30:15 und sorgte so dafür, dass sich alle Remshaldener Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Schwaikheim ergab sich nun mehr oder weniger und sehnte das Ende der Partie herbei. Am Ende blieb es beim deutlichen Vorsprung, der auch in dieser Höhe verdient war. Die SVR war das in allen Belangen klar bessere Team und bleibt damit auf dem 2. Platz der Württemberg-Liga. Die restlichen Spiele in diesem Jahr können mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein angegangen werden. Zunächst geht es zum Schlusslicht Vaihingen, bevor zum Jahresende die Bundesliga-Reserve des TV Bittenfeld zu Gast sein wird.

SV Remshalden: Klemm, Mühleisen; Eckstein (2), Tögel (4), Ruge (4/3), Holczer (3), Klingler (1), H.Wiesner (5), A.Wiesner (2), Huber (3), Seybold (1), Rascher (2), Pesch (5), Knück (2).

SF Schwaikheim: Barth, Gantner; Heyden, Wissmann (1), Bayha (3), Leonhardt (4), Kubach (1), Mack, Rentschler (4/1), Gronwald, Starz, Wied (3), Itterheim (1), Mamoka (2).

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 29. November 2015