Abenteuer beendet

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“Ein guter Anfang braucht Begeisterung und ein gutes Ende Disziplin.”

An diesem Jugendbundesliga – Wochenende hatte die weibliche A-Jugend von beidem ein bisschen zu wenig. Als Gruppenletzter heißt es Abschied nehmen vom Abenteuer Bundesliga.

Dabei sah es nach dem hervorragenden ersten Spieltag in Erfurt sehr gut für die Mädels aus. Ein zweiter Platz mit 4:2 Punkten. Hoffnungen wurden sich ausgemalt; von Spielerinnen, Trainern, Eltern und Fans. Leider sollte es nicht sein. Die ersten beiden Spiele gegen THC Erfurt (20:21) und VfL Bad Schwartau (18:19) verloren die Remtälerinnen knapp mit jeweils einem Tor. Dennoch war für die SVR noch alles drin. Die Ausgeglichenheit zwischen den Mannschaften in dieser Gruppe ging so weit, dass im finalen Spiel gegen Blomberg mit einem Sieg sogar noch der erste Platz zu erreichen gewesen wäre. Leider reichte es auch dort nicht aus. Das restliche Wochenende schon in den Knochen, machte den Remshaldener Mädels das Leben schwer (15:22).
Vielleicht sollte es also nicht sein. Trotzdem war es ein herber Schlag ins Gesicht sich so abrupt vor dem bitteren Ende zu stehen. Vor allem, wo man sich doch derartige Chancen ausgemalt hatte. Chancen, die man definitiv hatte, welche an diesem Wochenende aber keiner umsetzten konnte.

Trotz Allem: Die weibliche A—Jugend der SVR hat geschafft, woran kaum einer geglaubt hatte. Phasenweise vermutlich nicht mal die Spielerinnen selbst. Der “Dorfclub” hat dem gehobenen, eingespielten Bundesliga-Nachwuchs den Kampf angesagt und sich in der Welt der Bundesliga einen Namen gemacht.
Auf jeden kämpferischen Sieg kann die Mannschaft stolz sein und sollte mit erhoben Haupt aus dieser Saison hervor gehen. Und vor allem sollte diese Runde für die meisten ein Antrieb für die folgende Saison sein: das nächste Abenteuer Bundesliga.

Leider verlassen aber auch sieben Spielerinnen die Mannschaft und gleichzeitig die Jugendzeit. Für diese Spielerinnen heißt es leider nicht: Auf ein nächstes Mal. Abschied fällt immer schwer, vor allem wenn er so abrupt kommt und das Lebewohl von einer so langen, intensiven und vor allem erfolgreichen Jugendzeit bedeutet. Mit so tollen Mannschaftskameradinnen, Freundinnen, Trainern, mit denen und unter denen man schon so viele Spiele bestritten hat. Irgendwie verlässt man ja doch seine Familie.
Aber so emotional das auch ist, bedeutet es ja zum Glück nicht, dass man sich nie wieder sehen wird. Außerdem sind die Abschlussfeste (von denen es hoffentlich mehrere gibt) schon in Planung, so dass die vergangene Zeit gebührend gefeiert werden kann.

Zum Schluss noch ein paar Worte des Dankes:

Die Trainer. Rainer, Sandra, Fabi; was hätten wir ohne euch gemacht? Was hätte wir erreichen können? Sicherlich nicht halb so viel. Einige von uns wurden ihr ganzes Handball – Leben von euch geprägt, gefördert und geformt, um schlussendlich zu den Spielerinnen zu werden, die wir heute sind. Auch wenn es mit uns nicht immer einfach war – immerhin sind wir Mädchen: Der Einsatz und die Leidenschaft und vor allem das Vertrauen, welche ihr in uns als Mannschaft gesteckt habt, haben uns all die Erfolge beschert, die wir erreichen druften. Als Highlight das Abenteuer – Bundesliga. DANKE!

Nico, für mache eine langjährige Trainerin, war schlussendlich Betreuerin und treibende Kraft im Hintergrund und hat die Organisation des ganzen Abenteuers gestemmt und für uns erst möglich gemacht. DANKE!

Die Eltern, natürlich die Eltern. Zusammen mit den Geschwistern die treusten Fans der Mädels und die lautesten noch dazu. Trommel, Rätschen, Schreien, Klatschen, Tröten. Während dem Spiel war jede erdenkliche Art der Motivation vorhanden. Und vor dem Spiel natürlich auch. Kein Weg zu weit, keine Fahrt zu beschwerlich. Keine Übernachtung zu teuer. Und danach? Erst recht! Die Siege wurden ausgelassen gefeiert und nach aufreibenden Niederlagen hartnäckig wieder aufgebaut. So sieht Unterstützung aus! DANKE!

Dem Verein natürlich ebenfalls ein riesengroßes Dankeschön; von den älteren Spielern für eine großartige Jugendzeit und von der gesamten Mannschaft für die Möglichkeit an so einem atemberaubenden Turnier teilnehmen zu können. Dass ein kleinerer Verein wie Remshalden so etwas ermöglichen kann und auch tut, zeugt davon, dass hier wirklich das Beste für die Mädels im Vordergrund steht und dafür wollen wir uns alle herzlich bedanken!

Schlussendlich noch Danke an alle Fans, die die Mannschaft die Saison hindurch lautstark unterstützt haben. Vor allem der männlichen A-Jugend ein großes Dankeschön, die am Sonntag nach Blomberg angereist sind, um die Mädels zu betrommeln. Danke auch an Bernd Kuger, der die Mannschaft auch an diesem Wochenende wieder begleitet hat!

Mehr bleibt also nicht zu sagen. Die weibliche A-Jungend verabschiedet sich dankbar aus einer supertollen Saison & wünscht den anderen Mannschaften noch viel Erfolg!

Sarah Wachter, Annika Kugler, Julia Staib, Louisa De Bellis, Janina Xander, Lisa Kristmann, Sina Stumpp, Vildana Halilovic, Lea Gruber, Sinah Hagen, Mona Schleier, Elena Oeder, Hanna Hojczyk, Marie Herbert, Vanessa Nagler

Bericht: Marie Herbert

  Autor des Artikels: wiesner /   Erstellt am: 2. Februar 2015