Adlerauge in schwarzgelb

Bevor wir mit der schnöden Spielanalyse der 1D gegen den TV Stetten beginnen, gilt es zunächst dem Schiedsrichter ein Lob auszusprechen. Mit viel Verstand, Ruhe und integriertem Hawk-Eye – Röntgenblick von der Mittellinie bis zum Kreis und wieder zurück – leitete er die Partie souverän, gab den Akteuren die ein oder andere verdiente Pause und erklärte nach so manchem ungläubigen Nachfragen sicher, sachlich und nüchtern jegliche seiner Entscheidungen. Bester Mann und generell: Wir sind sehr dankbar für alle Schiedsrichter, die sich Wochenende für Wochenende auch in so unterklassigen Ligen bereit erklären, sich unparteiisch einzusetzen.

Zum Match bzw. zur Matchvorbereitung: Das Aufwärmen ging klar an den TV Stetten. Währenddessen sich das Heimteam in einer Reihe konzentriert auf das Spiel vorbereitete, trudelte die 1D in gewohnter Weise nach und nach in der Halle ein. Doch nervös wird deswegen seit 20 Jahren niemand mehr. Auch nicht Coach Stefan und so (ex-)zornigte er sich in seiner erneut kloppschen Ansprache an das Team in rehhaglischen Finessen und dem vollsten daumschen Vertrauen in seinen Lieblingsspieler. The Bäder One eben. Lediglich Nico’s akustisch auffälliges Ein- und Ausatmen nach 3 Minuten Anschwitzen erschwerte dem Team die unmittelbare Aufmerksamkeit und dem Folgen seiner Worte.

Eventuell lag es ja daran, dass die ersten 15 Minuten des Spiels eher zäh verliefen. Bis zum 7:7 war es eine ausgeglichene Partie mit Unkonzentriertheiten in der SVR-Abwehr, einigen schönen Kombinationen des TV Stetten und Ferdi – the Wall – musste mal wieder seinen Kopf hinhalten. Nicht schön, aber eher ohne Absicht des Gegenspielers. Dann stellte die 1D die Defensive auf 6:0 um und in der Folgezeit konnten Nico und insbesondere Funghi durch sehenswerte Aktionen den Halbzeitstand von 15:9 für die 1D sicherstellen.

In der zweiten Halbzeit war es eher kein Handballspiel mehr. Eher Tohuwabohu auf beiden Seiten und Bernd konnte lediglich durch fiese Heber bezwungen werden. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass unsere Edelfans-Auswärts-Allesfahrer-Supporters erneut die vollen 60 Minuten durchhielten. Sonntag Mittag bei widrigsten äußerlichen Bedingungen mit dem Sambazug nach Stetten reisen: Kann man mal machen. Jedenfalls würde es das Team so langsam nicht wirklich verwundern, wenn es in einer der nächsten Partien die ersten Pyro-Choreographien auf der Tribüne zu sehen gibt. Wir freuen uns in jedem Fall darauf und bedanken uns sehr für eure Unterstützung.

Für die Chronisten: Endstand TV Stetten – SVR: 17 – 29

Ach ja, fast vergessen: Die 1D findet Brooklands-Automobile gut. www.brooklands-automobile.de (@Rossi: Wie wäre es mit einer Kiste Kaltgetränke?)

  Autor des Artikels: Alex Angele /   Erstellt am: 24. November 2015