Auswärtsderby gegen Aufsteiger

Aufsteiger TSV Alfdorf/Lorch hat in der Württembergliga bislang in heimischer Halle noch nichts gerissen. Auch in ihrem letzten Vorrundenspiel werden es die Handballer ausgesprochen schwer haben, vor allem angesichts der großen Personalprobleme. Im Derby wird der Außenseiter trotzdem alles versuchen, um Tabellenführer Remshalden zu ärgern.

TSV Alfdorf/Lorch (13. Platz, 7:19 Punkte) – SV Remshalden (1. Platz, 19:5 Punkte; Sonntag, 17 Uhr).

Als ob die Aufgabe gegen Remshalden nicht schon knifflig genug wäre, haben sich jetzt auch noch die Verletzungssorgen bei Alfdorf weiter verschärft. Zu Sos, Spindler und Dürner gesellt sich der starke Besnik Salja. Er zog sich einen Innenbandriss im Knie zu. Am unnötigen 27:33 in Oberstenfeld hat Alfdorf/Lorch ebenfalls noch zu knabbern. Der TSV hatte zur 50. Minute 26:22 geführt, eine Zeitstrafe gegen Sascha Röhrle brachte das Team aber völlig aus dem Konzept. „Wir haben in der Phase davor schon zwei hundertprozentige Chancen liegenlassen und dann mit der Zeitstrafe taktisch komplett die Linie verloren“, sagt Trainer Daniel Wieczorek. Seine Mannschaft habe 15 einfache Fehler in den letzten zehn Minuten gemacht.

Das macht es für den Coach nicht einfacher, das Team auf Remshalden vorzubereiten. „Wenn ich die letzten Spiele sehe, sind es nicht die Gegner, die stärker sind. Sondern wir bringen sie ins Spiel, weil wir unnötige Fehler machen. Das und die schwierige personelle Situation lassen uns in der Tabelle so dastehen.“ Mal sehen, wie sich der TSV gegen Remshalden präsentiert.

Für die SVR ist das Spiel das vorletzte der Hinrunde, danach steht noch das Derby gegen Schwaikheim an. Dass der Spitzenreiter seine Schwächephase überwunden hat, bewies er zuletzt erneut mit dem 33:26-Heimsieg gegen Schozach-Bottwartal. „Es läuft gut, keine Frage“, sagt SVR-Coach Alexander Schurr. Es sei inzwischen gelungen, die schwerwiegenden Ausfälle von Marian Rascher (Ellenbogen-OP) und Oliver Ruge (Knie) „einigermaßen“ zu kompensieren. Gegen Bottwartal habe die SVR besonders wieder in der Abwehr überzeugt. „Auch unsere beiden jungen Torhüter haben sehr gut gehalten.“

Wer in Alfdorf die Favoritenrolle innehat, ist klar. Weil es an der Spitze sehr eng zugeht, sollte der Tabellenführer keine Punkte liegenlassen. „Wir haben unsere Ausrutscher mit den Niederlagen gegen Schönbuch und Leonberg schon gehabt.“ Ein Selbstläufer werde das Derby aber nicht. „Wir sind absolut gewarnt. Die erste Angriffsreihe von Alfdorf ist wirklich gut.“ Verzichten muss Schurr außer auf Ruge und Rascher erneut auch auf Lukas Hartenstein (Kapselverletzung in Zeh).

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 9. Dezember 2016