Berlin 2.0 – erfolgreicher 4. Platz beim JTFO Bundesfinale

Vom 5. – 9. Mai 2015 fand das Frühjahrsfinale von Jugend trainiert für Olympia in Berlin statt. Mit dabei war wieder eine Handballmannschaft des Remstalgymnasiums Weinstadt in der Alterklasse WK3 (Jg. 2000-2002), die sich aus Spielerinnen der wJB und wJC der SG Weinstadt und des SV Remshalden zusammensetzt.

Trotz GDL-Streik und Bangen, ob wir wohl rechtzeitig ankommen würden, erreichten wir mit nur einer halben Stunde Verspätung den Berliner Hauptbahnhof. Am ersten Wettkampftag spielten wir in der Vorrunde gegen Hessen, Schleswig Holstein und Bremen. Gleich im ersten Spiel trafen wir auf die starke Mannschaft aus Hessen. Es war ein hart umkämpftes Spiel, das wir in der letzten Sekunde noch für uns entscheiden konnten (13:12). Im zweiten Spiel mussten wir gegen den vermeintlich schwächsten Gegner unserer Gruppe aus Schleswig Holstein antreten. Wir wurden unserer Favoritenrolle gerecht und führten zur Halbzeit mit 4:0. Leider verletzte sich Lena kurz vor der Halbzeit und konnte daraufhin im gesamten Turnier nicht mehr weiterspielen. Wir gewannen sicher 9:6 und trafen im letzten Vorrundenspiel auf Bremen. Es war ein enges und sehr hartes Spiel, in dem die Führung andauernd wechselte. Kurz vor Schlusspfiff dann noch ein 7m für uns, den wir sicher verwandelten. Die Freude war riesengroß als Gruppenerster in die Zwischenrunde einzuziehen.

Am Donnerstag in der Zwischenrunde trafen wir auf Bayern und Sachsen. Da wir die Punkte aus der Vorrunde gegen Hessen mitgenommen hatten, wären wir bei nur einem Siege sicher im Halbfinale. Im ersten Spiel gegen Bayern starteten wir gut, zur Halbzeit stand es 5:4. Doch dann ließen unsere Kräfte nach und Bayern konnte immer wieder ausgleichen. So stand am Ende ein 8:8 Unentschieden. Somit war klar, im Falle einer Niederlage gegen die sehr starken Spielerinnen aus Sachsen würde das Torverhältnis über den Halbfinaleinzug entscheiden. Im Spiel wurde uns schnell klar, dass der 16:1 Sieg der Sachsen gegen Bayern kein Zufall war. Sachsen war uns in allen Belangen überlegen und es war zu erkennen, dass die Sportschule Leipzig DIE Mannschaft des Turniers sein würde. Am Ende leuchtete ein deutliches 17:5 auf der Anzeigetafel. Nun galt es abzuwarten, bis die Tordifferenz von Bayern und uns berechnet war. Als die Entscheidung dann gefallen war, war die Freude riesig! Denkbar knapp zogen wir aufgrund der um ein Tor besseren Tordifferenz ins HALBFINALE ein!

Hier waren die Rollen klar verteilt: Die Mädels aus Mecklenburg Vorpommern waren körperlich stärker, hatten eine gut besetzte Auswechselbank und waren Gruppensieger in der Zwischenrunde. Es gab also nichts zu verlieren. Wir starteten konzentriert in das Spiel und lagen durch eine konzentrierte und kämpferische Leistung schnell mit 5:1 in Führung. Zur Halbzeit führten wir mit 2 Toren. In der zweiten Halbzeit schwanden unsere Kräfte, einige Spielerinnen hatten mit kleineren Verletzungen und Blessuren zu kämpfen. Am Ende verloren wir gegen die favorisierten Mädels aus Mecklenburg Vorpommern 16:19. Danach hieß es noch einmal alle Kräfte für das Spiel um Platz 3 zu bündeln und nochmal gemeinsam zu kämpfen. Aber dies gelang uns leider nicht mehr und so verloren wir das Spiel ziemlich deutlich mit 9:23.

Auch wenn das Zuschauen bei der Ehrung der besten drei Mannschaften bei der Abschlussveranstaltung bitter war und wir den überraschenden und bejubelten 2. Platz aus dem Vorjahr nicht wiederholen konnten, blicken wir auf ein tolles und erfolgreiches Turnier zurück. Der 4. Platz hinter den Sportgymnasien aus Sachsen, Mecklenburg Vorpommern und Brandenburg bedeutet einen Riesenerfolg für das Remstalgymnasium.
Während des Turniers besuchten wir auch einige Sehenswürdigkeiten in Berlin, unter anderem “Checkpoint Charlie” und das “Brandenburger Tor”. Auch das Abendprogramm war vielfältig. Ein Highlight war der Besuch der Variete Show “The Wyld” im Friedrichspalast.

Für das RGW spielten:
Lucie Bareis, Carolin Wari, Lisa Weber, Aylin Heimberger, Sara Kuhrt, Kiara Nagler, Julia Ridder, Bianca Kleemann, Albanita Hasametaj, Jasmin Lumm, Milena Heim, Lena Klingler
Betreuer: Elena Walz, Melanie Wilting, Claudia Klingler, Regina Mayer, Bianca Kleemann
Lucie Bareis

  Autor des Artikels: wiesner /   Erstellt am: 15. Juni 2015