Da sein, wenn der Gegner schwächelt

Handball, Baden-Württemberg-Oberliga, Männer: TV Plochingen (0:4 Punkte) – SV Remshalden (3:1 Punkte; Samstag, 20 Uhr).

Aufsteiger SVR hat im Heimspiel gegen den TSV Deizisau den ersten Sieg in der neuen Liga gelandet. Der fiel zwar mit 29:28 knapp aus. Der Adrenalinpegel bei Frederick Griesbach war dennoch nicht im kritischen Bereich: „Es ging hoch her, aber wir lagen nie hinten und sind nicht in Panik verfallen. Auch am Ende habe ich mir nicht so große Sorgen gemacht“, sagt der Trainer.

Marian Rascher, für den es eine besondere Partie war, weil sein Onkel und Vater (Trainerteam) sowie sein Bruder (Spieler) für die Deizisauer aktiv sind, habe „bombastisch“ gespielt. „Und als er nicht mehr konnte, sind andere eingesprungen.“ Griesbach lobt zudem Hendrik Wiesner, beide Torhüter sowie die Abwehr, die den Gegner oft ins Zeitspiel gezwungen habe. Zwar habe das junge Team selbstverständlich nicht fehlerfrei agiert. „Aber wir haben handballerisch einen Schritt nach vorne gemacht.“

Der nächste Gegner Plochingen ist noch ohne Punkt. Frederick Griesbach schätzt ihn trotzdem durchaus stark ein und warnt seine Spieler eindringlich: „Wenn wir glauben, dass es einfach wird, werden wir untergehen.“ Zumal der TV zuletzt beim TuS Steißlingen nur mit einem einzigen Tor verlor (23:24). Im Auswärtsspiel müsse Remshalden nicht punkten, stellt der Trainer klar. „Aber wenn wir merken, bei Plochingen läuft es nicht, müssen wir da sein.“ Bei der SVR könnte erstmals nach seiner Verletzung Routinier Oliver Ruge zum Einsatz kommen. Verzichten muss Griesbach indes auf Hendrik Wiesner, der sich im Spiel gegen den TSV Deizisau die Strecksehne im Finger gerissen hat und der Mannschaft nun rund 8 Wochen fehlen wird. (sch)

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 22. September 2017