Da wäre mehr drin gewesen ….

SV Remshalden  –  TSG Söflingen   25:27  (11:11)

Eine unnötige, weil durchaus vermeidbare Niederlage kassierte der Aufsteiger gegen die Ulmer Vorstädter. Remshalden scheiterte dabei auch deshalb, weil die Chancenverwertung zu wünschen übrig ließ und aus Überzahlsituationen viel zu wenig Zählbares heraussprang. Söflingen gewann aufgrund der besseren zweiten Halbzeit verdient und steht nun in der Tabelle einen Platz vor der SVR.

Söflingen versuchte von Beginn an, die Remshaldener mit ihrer offensiven, aber auch sehr aggressiven 5:1-Deckung aus dem Konzept zu bringen. Dies gelang zwar in einigen Situationen, allerdings übertrieben es die Gäste auch häufig mit der Härte in den Abwehraktionen. Die gut leitenden Schiedsrichter Thorsten Meike und Stefan Plinz reagierten und schickten die TSG-Akteure frühzeitig auf die Strafbank. Remshalden tat sich schwer, fand nicht wie gewohnt zu seinem schnellen Spiel im Angriff und hatte auch noch Pech, als ein Wurfversuch von Marvin Klein an den Pfosten klatschte. Die Partie blieb geprägt von den Abwehrreihen, nach gespielten 12 Minuten lagen die Gäste lediglich mit 4:3 in Führung. Remshalden fand zudem keine geeigneten Lösungen im Überzahlspiel und scheiterte immer wieder an der unangenehmen offensiven Abwehr der Gäste. Besser wurde es erst nach knapp 20 Minuten, Maxim Gries erzielte aus unmöglichem Winkel das 7:6, Moritz Pesch legte auf der Gegenseite nach (8:6). Söflingen konterte, erzielte den Anschluss, doch Kapitän Hendrik Wiesner gelangen innerhalb von 20 Sekunden gleich zwei Treffer. Remshalden hatte sich beim 10:7 schon etwas abgesetzt, doch die TSG schlug zurück. Kevin Kraft auf der rechten Außenposition und Julius Hofmann hielten ihr Team im Spiel. Der Vorsprung der SVR war verspielt, beim 11:11 wurden die Seiten gewechselt.

Auch der Beginn des zweiten Durchgangs blieb ausgeglichen. Söflingen versuchte es mit lang ausgespielten Angriffen, häufig an der Grenze zum passiven Spiel. Hendrik Wiesner und Marian Rascher vom Siebenmeterstrich sorgten für die Führung der SVR beim 16:15. Doch in den folgenden Minuten sollte sich die Partie bereits zu Gunsten der Gäste entscheiden. Remshalden spielte im Angriff viel zu kompliziert, fand keine geeigneten Mittel gegen die Defensive der Gäste. Selbst in doppelter Überzahl gelang den Hausherren nichts Zählbares, während die TSG mit einem Kempa-Trick zum 16:18 davonziehen konnte. Auch in den verbleibenden Minuten schaffte es das Team von Freddy Griesbach nicht mehr, den Hebel herumzureißen. Was das Team in den vergangenen Partien ausgezeichnet hatte, wurde nun vermisst. Ungenaue Würfe, zu schnell abgeschlossene Angriffe und technische Fehler bauten den Gegner endgültig auf. Söflingen versetzte den Remshaldenern mit zwei Gegenstößen zum 17:22 vorzeitig den K.O. Bei allen Bemühungen schafften es die Gastgeber nicht mehr, das Spiel zu drehen, dazu war die TSG an diesem Tag zu abgeklärt und ließ sich den Vorsprung nicht mehr aus der Hand nehmen. Am Ende reichte den Gäste zwei starke Phasen in der zweiten Hälfte aus, um beide Punkte mit nach Hause zu nehmen. Remshalden wird nun am kommenden Wochenende alles daran setzen, diese beiden Punkte beim schweren Auswärtsspiel in Pforzheim zu holen.

TSG:   Weinbuch, Beha;    Hadzic (2), Kraft (5), Czako (2), Schaaf (1), Wowra (1), Dürner (9/5), Kanyo (1), Hofmann (2), Eberhardt (3), Hartmann, Rauscher, Krasovec (1).

SVR: Klemm, Mühleisen;    Klein (2), Ruge, Schwarz, Gries (2), Wiesner (9), Schweikhardt, N.Pesch, Rascher (7/4), Hartenstein (1), M.Pesch (4), Röhrle, Griesbach.

 

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 1. November 2017