Da waren’s nur noch vier …

Deutsche Meisterschaft, weibliche B-Jugend: TV Aldekerk – SV Remshalden 18:25 (6:14)

… und die SV Remshalden ist dabei!!! B-Jugend-Mädchen spielen im FinalFour um die Deutsche Meisterschaft!

Nach einem sensationellen Spiel beim Oberligameister Niederrhein, dem TV Aldekerk, gehören die SVR-Talente zu den besten vier B-Jugend-Teams der Republik – und das zu Recht! Das Match in der Vogteihalle in Kerken am letzten Samstag nahm einen so klaren Verlauf, den die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten hätten. Zwar war das Vorspiel mit 25:20 bereits scheinbar deutlich, der damalige Spielverlauf allerdings ließ beim zweiten und entscheidenden Aufeinandertreffen eine ganz enge Entscheidung erwarten. Zudem waren vom Gastgeber 1000 Zuschauer und ein Höllenspektakel angekündigt worden, da war dann aber vielleicht doch der Wunsch Vater des Gedanken. Es war dann eher die kleine Schar SVR-Anhänger, die den Lärmpegel dominierte und den Takt in fremder Halle im wahrsten Sinne des Wortes vorgab. Und das dankten die Hauptakteure auf dem Spielfeld. 0:3 nach wenigen Minuten, alle Treffer durch berechtigte und konsequent erzwungene Siebenmeter, der Zug Richtung FinalFour nahm Fahrt auf. Als der TV-Coach nach acht Minuten die grüne Karte zog, leuchtete es 2:7 von der Anzeigetafel, die schwäbische Fangemeinde gab die ersten Standing Ovations. Zu früh? Nicht in diesem Spiel! Bis zum Pausenpfiff zogen die Remshaldenerinnen auf 6:14 davon. Aldekerk fand keine Mittel gegen die ganz starke Defensive. Insbesondere Louisa De Bellis und Viladana Halilovic im Mittelblock ließen keine Zweifel am Siegeswillen. Und Sarah Wachter im Gehäuse war nahezu unüberwindbar. Vorne rackerte Lenya Treusch für zwei, sorgte für die Lücken für Ihre Mitspieler, die an diesem Tag Elena Oeder prächtig zu nutzen wusste. Der Halbzeitstand entsprach dem Spielverlauf.

Gab es noch ein paar wenige Skeptische auf der Tribüne, so wurden die nach Wiederanpfiff schnell überzeugt. 7:16, 9:17, 11:20 – spätestens ab Minute 35 gab es auf beiden Seiten keine Zweifler mehr über den späteren Sieger. Auch eine doppelte Manndeckung der Gastgeberinnen brachte keine wesentliche Ergebniskorrektur, auf mehr als sechs Tore kam Aldekerk nicht mehr heran. Die ganze starke Dana Bleckmann, mit Jahrgang 2001 im ersten C-Jugend-Jahr sicher eines der größten, deutschen Nachwuchstalente, stemmte sich noch gegen das Aus. Ihre Mitspielerinnen konnten aber nicht mehr. Mit der vielleicht stärksten Mannschaftsleistung dieser Saison fuhren die Mädels aus dem Remstal die Ernte ein – das 18:25 und der damit verbundene Einzug ins FinalFour am Pfingstwochenende war nicht mehr in Gefahr.

Riesenjubel nach dem Schlusspfiff, Tränen der Freude bei Spielerinnen, Trainerteam und natürlich auch bei den Eltern auf der Tribüne, die zwei Stunden lang – schon in der Spielvorbereitung – alles gaben und für eine grandiose Unterstützung sorgten: ein unvergessliches Wochenende mit Happyend!

Drei der Teilnehmer am finalen Pfingstwochenende stehen bereits fest. Die SVR trifft im Halbfinale auf den SV Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein). Der VfL Oldenburg (Niedersachsen) bekommt es mit dem Sieger der Partie HSG Badenstedt (ebenfalls Niedersachsen) gegen ESV Regensburg (Bayern) zu tun. Der Austragungsort ist noch nicht sicher. Aldekerk hatte den Zuschlag bekommen, denkt aber nach dem Aus über einen Rückzug nach, um einem der Finalteilnehmer ein Heimspielwochenende, und damit auch dem Event eine verdiente Zuschauerkulisse zu ermöglichen. Egal, wohin die Reise auch geht. Mit den SVR-Mädels wird nach diesem Wochenende an jedem Ort in Deutschland bei der Vergabe des Meistertitels zu rechnen sein.

Ein herzliches Dankeschön geht an das Autohaus Kästle, das der Mannschaft einen Kleinbus für die weite Fahrt an den Niederrhein zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank!

Sarah Wachter, Lara Masic (beide Tor); Sara Kuhrt, Selina Rauth, Lenya Treusch (4), Anica Müller, Nina Zieger, Samira Passon, Vildana Halilovic (9/6), Catherina Koltermann, Louisa De Bellis (2), Jule Auracher (2), Alina Ridder (2), Elena Oeder (6)

  Autor des Artikels: wiesner /   Erstellt am: 3. Mai 2015