Das Traditionsderby als Spitzenspiel

Am letzten Vorrundenspieltag in der Handball-Württembergliga der Männer kommt es zum Traditionsderby, überdies ist es ein Spitzenspiel: Der Tabellenführer SV Remshalden erwartet die viertplatzierten, vor Selbstbewusstsein strotzenden SF Schwaikheim.

SV Remshalden (1. Platz, 21:5 Punkte) – SF Schwaikheim (4. Platz, 16:10 Punkte; Freitag, 20 Uhr).

war gewann die SVR beim TSV Alfdorf/Lorch deutlich mit 30:21. „Aber das Ergebnis spiegelt das Spiel nicht wirklich wider“, sagt Remshalden-Trainer Alexander Schurr. „Das Ganze war ein bisschen ein Gewürge.“ Wegen der verletzungsbedingten Ausfälle der Rückraumspieler Oliver Ruge, Marian Rascher und Lukas Hartenstein komme das Team derzeit „auf der letzten Felge“ daher, weil Durchwechseln kaum möglich sei. Alfdorf habe es trotz 6:2-Führung aber letztlich nicht geschafft, dagegenzuhalten.

Außer vielleicht Hartenstein wird auch gegen Schwaikheim wohl keiner der Verletzten zum Einsatz kommen. Trotz der Remshaldener Heimstärke, nur ein Spiel wurde in den vergangenen anderthalb Jahren verloren, rechnet Schurr mit einer ganz engen Partie. „Die Schwaikheimer haben gerade einen Lauf. Man merkt, dass sie sich vor der Saison verstärkt haben. Denis Gabriel ist ein ganz wichtiger Mosaikstein.“ Will Remshalden aber die Konkurrenz nicht näher herankommen lassen, ist ein Heimsieg Pflicht.

Derby-Gegner Schwaikheim aber strotzt nach fünf Siegen in Folge vor Selbstbewusstsein. Zuletzt gab’s ein 37:29 gegen Bietigheim II. „Das war eine sehr gute Leistung. Eine so überragende erste Halbzeit habe ich, seit ich hier bin, noch nicht gesehen“, freut sich Heiko Burmeister. Zwar relativiert der Coach die jüngsten Erfolge. „Wir hatten in der Hinrunde einen sehr guten Spielplan mit vielen Heimspielen.“ Doch die Siegesserie habe einen weiteren Grund: Der Kader der SF sei nach personellen Problemen fast wieder komplett.

Selbstverständlich sei für die Mannschaft in dieser Form was drin im Derby. Außerdem „ist es Zeit, dass wir auch mal gegen Remshalden gewinnen“. Die Teams würden sich auf Augenhöhe begegnen. In den Griff bekommen müsse Schwaikheim den überragenden Remshaldener Spielgestalter Hendrik Wiesner. Bei den SF wird erneut Christian Schach Torhüter Kevin Barth (Urlaub) vertreten. Verzichten muss das Team zudem auf Marc Jung, der sich im Spiel gegen Bietigheim verletzt hat (Kapsel im Zeh). Aus der zweiten Mannschaft aufrücken wird Thomas Breuning.

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 16. Dezember 2016