Den Heimnimbus wahren

Die Handballer des TSV Alfdorf/Lorch haben im Kampf um den direkten Klassenerhalt in der Württembergliga die besseren Karten im Vergleich mit dem Konkurrenten HSG Schönbuch. Gold wert für den TSV wäre ein Punktgewinn in seinem letzten Saisonspiel. Doch der ist unwahrscheinlich, es geht zum Staffelmeister und Aufsteiger SV Remshalden.

SV Remshalden (1. Platz, 47:5 Punkte) – TSV Alfdorf/Lorch (12. Platz, 19:35 Punkte; Sonntag, 17 Uhr).

Das 26:24 vor zwei Wochen bei der SG Schozach-Bottwartal war für die SVR der 17. Sieg in Folge. Das Team lässt nicht locker, obwohl der erste Platz längst feststeht. Sehr zur Freude von Trainer Alexander Schurr: „Ich bin begeistert von meiner Mannschaft.“ Die Spiele sowohl gegen die SG als auch zuvor gegen den TV Bittenfeld II seien nicht das Gelbe vom Ei gewesen, zudem fehlten Oliver Ruge, Felix Holczer und Markus Tögel verletzt. Und dennoch setzte sich Remshalden durch.

Bevor es gegen den TV Weilstetten, souveräner Erster der Staffel Süd, um den württembergischen Meistertitel geht, will die Mannschaft im letzten Heimspiel der Punktspielrunde seine überragende Bilanz ausbauen. Vor allem gilt es, den Heimnimbus zu wahren. „Wenn wir gewinnen, wären wir seit zwei Jahren zu Hause ungeschlagen“, so Schurr. Das Derby gegen Alfdorf werde sich vor allem auf der mentalen Ebene entscheiden. Der TSV, darunter die Ex-Remshaldener Armin Bauer, Marco Dutenstädter und Besnik Salja, werde hochmotiviert und gewohnt kampfstark antreten, um noch einmal zu punkten. Für die Remshaldener komme es deshalb darauf an, „da hinzugehen, wo’s wehtut“. Verzichten muss der Gastgeber, der in der Vorrunde 30:21 gewann, wieder auf Holczer und Ruge.

Trotzdem ist Gegner Alfdorf/Lorch freilich krasser Außenseiter. Trainer Daniel Wieczorek macht sich keine Illusionen: „Auch wenn die Remshaldener schon Meister sind, werden sie es nicht auslaufen lassen.“ Die SVR stelle die beste Abwehr der Liga und zeichne sich durch eine sehr große Homogenität sowie ein gutes Gegenstoßspiel aus. Hinzu komme der sehr starke Torgarant Hendrik Wiesner. „Es muss schon alles passen, um da was mitzunehmen. Wir müssen Remshalden mit den eigenen Waffen schlagen und gut verteidigen.“

Doch auch wenn Alfdorf keine Punkte mehr holen sollte, wäre der direkte Klassenverbleib nach dem überraschend deutlichen 32:24-Erfolg über den SKV Oberstenfeld wahrscheinlich. Zwar darf die nur ein Punkt hinter dem TSV liegende HSG Schönbuch noch zwei Partien absolvieren. Doch die Gegner sind der Tabellendritte VfL Waiblingen und die zweitplatzierte Neckarsulmer SU. Andererseits habe es in dieser Saison schon einige überraschende Ergebnisse gegeben, sagt Wieczorek. Am liebsten wäre es ihm deshalb, wenn sein eigenes Team überraschen würde – in Remshalden.

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 21. April 2017