Der Aufstieg ist perfekt ….

SV Remshalden   –   SG Leonberg/Eltingen   26:25  (15:9)

Nun herrscht endlich Gewissheit: mit diesem Sieg gegen die SG Leonberg/Eltingen macht die SV Remshalden bereits vier Spieltage vor Ende der laufenden Saison den Aufstieg in die 4. Liga  –  die Baden-Württemberg-Oberliga  –  perfekt. Über weite Strecken beherrschte der Tabellenführer die SG, die allerdings nie aufgab und am Ende noch für Hochspannung sorgte. Trotz allem behielt der Tabellenführer in der voll besetzten Stegwiesenhalle die Nerven und siegte hochverdient, wenn auch knapp mit 26:25 Toren.

Remshalden kam gut ins Spiel, die Abwehr mit einem starken Daniel Mühleisen im Tor zeigte dem Gegner von Beginn an die Grenzen auf. Bereits nach 4 Minuten führten die Hausherren mit 3:0 und hätten noch deutlicher führen müssen. Allerdings stand gleich mehrere Male der Pfosten des gegnerischen Gehäuses im Weg. Von Beginn an entwickelte sich ein tolles Spiel, um jeden Ball wurde gekämpft. Die Gäste bekamen nun aber mehr Zugriff, setzten immer wieder ihren gefährlichsten Rückraumwerfer in Szene und so war es auch Lars Neuffer von der SG, der zum 3:3 ausglich. Von da an blieb die Partie ausgeglichen, allerdings nur bis zum 7:7 nach einer knappen Viertelstunde. Oliver Ruge vom Siebenmeter, Uli Seybold von der Außenposition und Hendrik Wiesner aus dem Rückraum rückten beim 11:7 die Verhältnisse wieder zurecht. Auch die Defensive stand nun wieder sicherer, Kenneth Eckstein war vom Kreis erfolgreich und steuerte zwei weitere Treffer bei. Auch in dieser Phase versäumte die SVR, den Vorsprung weiter auszubauen, hatte allerdings auch viel Pech als Marvin Klein gleich zweimal nur den Pfosten des gegnerischen Tores traf. Beim 15:9 durch Kenneth Eckstein, der nach einem sehenswerten Pass traf, wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Die zweite Halbzeit begannen die Gäste deutlich offensiver und hatten dadurch zunächst auch den gewünschten Erfolg. Immer wieder war es Lars Neuffer, der sein Team im Spiel halten konnte und mit einem Doppelschlag auf 16:12 verkürzte. Die SVR ließ sich dadurch nicht beirren, leistete sich zwar zwei weitere Pfostentreffer, hatte das Spiel aber im Griff. Beim 20:14 durch Hendrik Wiesner schien 15 Minuten vor dem Schlusspfiff alles nach Plan zu laufen. Doch scheiterte das Team von Coach Alexander Schurr immer wieder am starken Frederik Weihing im Tor der SG und versäumte es schon zu diesem frühen Zeitpunkt, endgültig alles klar zu machen. Und so kam es, wie es kommen musste: Leonberg bekam nun immer mehr Zugriff aufs Spiel, unsichere Schiedsrichter und immer wieder der Pfosten standen einer vorzeitigen Entscheidung im Weg. Trainer Schurr nahm eine Auszeit, stellte den Angriff nochmal um und brachte Torhüter Tobias Klemm für den starken Daniel Mühleisen. Doch vorweg: Klemm machte seine Sache hervorragend. Andreas Huber, der bis dahin unauffällig agiert hatte, gelang der wichtige Treffer zum 25:22 knapp 5 Minuten vor dem Ende. Doch die SG wehrte sich weiter mit aller Kraft und kam zum 25:24-Anschlusstreffer. Uli Seybold vereitelte in dieser Phase ein Anspiel zum Kempa-Wurf, Remshalden war wieder in Ballbesitz. Im Gegenzug scheiterte die SVR mit einem Strafwurf an Weihing im Tor der SG und musste weiter bangen. Allerdings zeigte nun auch der Gast Nerven und scheiterte mit seinem Wurf an Tobias Klemm im Tor der SVR. Erneut war es Andreas Huber, der mit seinem Treffer zum 26:24 knapp 3 Minuten vor dem Ende für die Entscheidung sorgte. Der Rest war Emotion pur, zwar erzielte der Gast noch den Anschluss, doch schaffte es das Team der SVR in den verbleibenden Sekunden, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Remshalden gewann am Ende zwar knapp aber hoch verdient mit 26:25 Toren und sicherte sich damit nach 2014 zum zweiten Mal den Aufstieg in die BWOL. Was nach dem Schlusspfiff folgte, war eigentlich nur noch Freude pur: die zahlreichen Fans feierten ihr Team ausgelassen und Coach Alexander Schurr musste die obligatorische „Bierdusche“ über sich ergehen lassen, fand allerdings in der anschließenden Pressekonferenz noch die passenden, sehr emotionalen Worte.

SVR:   Klemm, Mühleisen;    Eckstein (4), Klein, Tögel (3), Ruge (3/2), Wiesner (4), Huber (3), Seybold (3), Rascher (1), Hartenstein (2), Pesch (2), Knück (1), Röhrle, Klingler, Hertel.

SG:  Weihing, Keller;    Rilling, Binder, Maresch, Mücke (3), Neuffer (11/3), Merkle (2), Kilper, Ulrich (1), Fischer (3), Katz, Auer (1), Goga (4).

 

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 21. März 2017