Derby als Spitzenspiel

Bislang ist es in der Württembergliga kaum jemandem gelungen, den Spitzenreiter SV Remshalden zu ärgern. Am Samstag will es im Topspiel der Tabellendritte VfL Waiblingen versuchen. Dafür werden die Handballer erneut eine so starke Abwehr benötigen wie im Derby gegen Schwaikheim.

SV Remshalden (1. Platz, 25:5 Punkte) – VfL Waiblingen (3. Platz, 22:12 Punkte; Samstag, 19.30 Uhr)

Ihr erstes Rückrundenspiel hat die SVR bravourös gemeistert. Mit 30:20 gewann sie beim in dieser Saison starken SKV Oberstenfeld. Entsprechend zufrieden war Trainer Alexander Schurr: „Wir sind sehr konzentriert aufgetreten und haben das Spiel kontrolliert.“ Stark gewesen seien die Abwehr und Keeper Daniel Mühleisen.

Für die Konkurrenz ist Remshalden klarer Aufstiegsfavorit. Schurr dämpft aber die Euphorie, es stünden noch viele schwierige Spiele an. Zu jenen zählt er auch das Derby gegen Waiblingen. Zwar gewann Remshalden in der Vorrunde beim VfL hoch mit 30:21. „Aber Waiblingen hat jetzt eine Serie gestartet und ist voll bei der Musik.“ Zu erwarten sei eine Partie, die wohl erst in den letzten Minuten entschieden werde. Schurr warnt vor dem gefährlichen Waiblinger Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis. „Wir müssen deshalb noch konsequenter verteidigen als gegen Oberstenfeld.“ Höchstwahrscheinlich ausfallen wird aber einer der wichtigsten Remshaldener Spieler: Hendrik Wiesner (Schulter).

Auch Gegner VfL Waiblingen reist mit großem Selbstbewusstsein an. Ein Zeichen gesetzt hat das Team mit dem 25:23-Derbysieg über Schwaikheim. „So stark wie in den ersten 45 Minuten haben wir in dieser Saison noch nicht gespielt, vor allem in der Abwehr“, freut sich Coach Tim Baumgart. Zudem hätten die Torhüter sehr gut gehalten. Am Ende habe das Team zwar etwas nachlässig agiert. Doch es reichte zum Sieg, mit dem sich der VfL in der engen Liga auf Rang drei schob.

Die hohe Vorrundenniederlage gegen Remshalden will Baumgart nicht überbewerten. „Da waren wir noch nicht in guter Verfassung.“ Dennoch hat er höchsten Respekt vor dem Gegner. Die SVR stelle das konstanteste Team und stehe deshalb zu Recht ganz oben. Um dem starken Rückraum den Zahn zu ziehen, benötige Waiblingen erneut eine sehr gute Abwehr- und Torhüterleistung. „Und wenn wir uns nicht ihr Spiel aufzwingen lassen, können wir die Remshaldener auch auswärts schlagen.“ Fehlen werden dem VfL außer Arne Baumann auch Lukas Baumgarten (Nerven eingeklemmt im Hüftbeuger).

Im Anschluss an das Spiel laden die aktiven Mannschaften wieder zum gemeinsamen Ausklang des Abends im Hallenfoyer mit warmem Essen und kalten Getränken ein.

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 27. Januar 2017