Derby in Schwaikheim

Die Handballer der SV Remshalden wollen den zweiten Platz in der Württembergliga absichern, um in der Relegation um den Aufstieg zu spielen. Wichtig wäre deshalb ein Erfolg bei den SF Schwaikheim. Unter Druck steht aber nur die SVR, für den Gastgeber geht es um nichts mehr. Er kann befreit aufspielen und wird versuchen, dem Favoriten ein Bein zu stellen.

SF Schwaikheim (11. Platz, 16:30 Punkte) – SV Remshalden (2. Platz, 37:9 Punkte; Sonntag, 17 Uhr).

In einer torreichen Partie unterlag Schwaikheim mit 32:37 beim Tabellendritten in Neckarsulm. Trotz der Niederlage lobt SF-Trainer Heiko Burmeister: „Wir haben richtig gut gespielt. Aber nur 52 Minuten.“ Am Schluss musste das Team den Ausfällen Tribut zollen. Besonders bitter: Der überragende Wael Mamoka hatte sich in der 38. Minute bei seinem 13. Treffer eine schwere Knieverletzung zugezogen. Für ihn ist die Saison vorbei. „Mit ihm hätten wir gewonnen“, glaubt Burmeister. Hinzu kamen ein Bänderriss bei Robin Mack und eine Knieprellung bei Fabian Bayha, auch Timo Wissmann musste verletzt raus (Mittelhand).

Damit fehlten den SF gleich vier Rückraumspieler. Ob überhaupt einer gegen Remshalden eingesetzt werden kann, ist fraglich. „Aber Jammern gilt nicht“, so der Trainer. In der Vorrunde hatte Schwaikheim beim Oberliga-Absteiger ein 19:34 kassiert. Diesmal soll es besser laufen. „Ich schau, dass wir gewinnen“, sagt der Trainer mit einem Schmunzeln. Er hatte in dieser Saison 20 Punkte angepeilt, aufgrund der nicht eingeplanten Heimniederlagen gegen die Teams aus Bietigheim und Ostfildern sind es bislang nur 16 geworden. Vielleicht kann sich das Team mit einem Überraschungserfolg über Remshalden zwei der verlorenen Zähler zurückholen.

Das wollen die SVR und ihr Trainer Alexander Schurr verhindern. Zwar hatte das Team auf der Vereinshomepage verkündet, es werde aufgrund des Mannschaftsausfluges nach Mallorca keine Relegation spielen, doch das war freilich nur ein Aprilscherz. Zu gerne möchte das Team den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga schaffen. Im Kampf um Platz zwei sollte sich das Team keine Punktverluste mehr leisten, denn Neckarsulm hat nur drei Punkte Rückstand. Dieser Druck sei der SVR im Spiel zuletzt bei der SG Leonberg/Eltingen anzumerken gewesen, so Schurr. „Es war eine knappe und zähe Geschichte.“ Am Ende hieß es 30:29 für Remshalden.

Auch der Kräfteverschleiß habe eine Rolle gespielt. Uli Seybold (Riss des Syndesmosebands) und Kapitän Markus Tögel (Schulter) fehlten verletzt, Oliver Ruge spielte trotz eines Bänderrisses. Ersterer wird auch gegen Schwaikheim fehlen, Tögel wohl ebenfalls passen müssen. „Und hinter Ruge steht ein Fragezeichen.“

Egal, ob Fans oder Mannschaften, „alle freuen sich auf das Derby“. Wie immer erwartet Schurr eine Partie „mit Haken und Ösen“. Schwaikheim werde hochmotiviert auftreten und versuchen, dem Favoriten im Aufstiegskampf ein Bein zu stellen. Bei noch drei ausstehenden Partien „ist das für uns ein ganz zentrales Spiel“.

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Quelle: Zeitungsverlag Waiblingen

  Autor des Artikels: wiesner /   Erstellt am: 8. April 2016