Die Erste behält auch im Derby die weiße Weste

SV Remshalden  –  TSV Alfdorf/Lorch    32:23  (14:12)

Auch im letzten Heimspiel gab sich der designierte Aufsteiger keine Blöße, war über die gesamte Spielzeit die spielbestimmende Mannschaft und gewann am Ende klar mit 32:23 Toren. Die Gäste vom TSV Alfdorf/Lorch zeigten allerdings Kampfgeist und wehrten sich nach Kräften im Derby vor einer beeindruckenden Kulisse.

Von Beginn an entwickelte sich ein rasantes, schnelles Spiel in dem die SVR den besseren Zugriff bekam. Insbesondere Andreas Huber traf aus dem rechten Rückraum, Marian Rascher verwandelte seine Strafwürfe und der agile Lukas Hartenstein sorgten für eine frühe 7:2-Führung nach gut 10 Minuten. Alfdorf/Lorch tat sich schwer gegen eine agile und sehr bewegliche Abwehr der Gastgeber und rannte sich immer wieder fest. Daniel Mühleisen im Tor der Gelb-Blauen hielt in dieser Phase nicht nur zwei Strafwürfe, sondern machte gleich mehrere große Chancen zunichte. Die SVR spielte ihre Angriffe ruhig und überlegt zu Ende, hatte aber auch immer wieder die Chance über die stets gefährlichen Gegenstöße. Beim 10:4 durch Uli Seybold hielten die Fans der SVR den Atem an. Er kam nach seinem Treffer bei der Landung so unglücklich auf, dass er sich schwer am Knie verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Nun ging ein kleiner Bruch durchs Spiel der Remshaldener, der TSV kam besser ins Spiel und hatte mit Besnik Salja und Dominik Sos erfolgreiche Rückraumschützen. Der Vorsprung der SVR schmolz und bis zur Pause waren die Gäste beim 14:12 noch auf Tuchfühlung, zumal die Gastgeber noch zwei große Chancen liegen gelassen hatten.

In den ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte wirkte die SVR-Abwehr nicht mehr so stabil und so entwickelte sich ein munteres Toreschießen, allerdings hielt der Vorsprung der Gastgeber bis zum 18:16. Alfdorf/Lorch musste eine doppelte Zeitstrafe hinnehmen, die Remshalden nur zu einem weiteren Treffer nutzte. Doch ab der 40. Minute stabilisierte sich die Defensive der Hausherren wieder, im Angriff sorgte jetzt Markus Tögel für die wichtigen Treffer. Gleich dreimal in Folge gewann die Abwehr den Ball und schickte die schnellen Außenspieler zum Gegenstoß. Nutznießer war Moritz Knück, der die Treffer zum 24:17 nach 45 Minuten erzielte und damit für eine gewisse Vorentscheidung sorgte. Remshalden hatte nun das Spiel endgültig im Griff, spielte seine Angriffe aus und ließ Alfdorf/Lorch keine Chance mehr. Auch der eingewechselte Torhüter Tobias Klemm machte seine Sache gut und entschärfte mehrere Würfe der Gäste. Der TSV setzte alles auf eine Karte, brachte den siebten Feldspieler, doch sollten alle Bemühungen erfolglos bleiben. Remshalden siegte sicher und verdient in einem guten Derby, das bemerkenswert fair verlief, mit 32:23 Toren.

Alfdorf/Lorch kann jetzt nur noch auf die Unterstützung der Neckarsulmer Sportunion setzen, die am kommenden Sonntag gegen die HSG Schönbuch antreten. Bei einem Sieg der NSU bleibt der TSV Alfdorf/Lorch definitiv in der Württemberg-Liga. Die SVR freut sich auf ein schönes, weil von allen Zwängen befreites Saisonfinale in Schwaikheim, ehe es dann in die Spiele um die Württembergische Meisterschaft gegen den TV Weilstetten geht.

SVR:  Klemm, Mühleisen;    Eckstein (4), Klein, Tögel (6), Klingler, Wiesner (1), Huber (5), Seybold (1), Rascher (5/4), Hartenstein (4), Pesch (1), Röhrle, Knück (5).

TSV:  Saur, Stölzner;   Bauer (3), Neumaier, Rauch, S.Bareiß (2), M.Bareiß (3), Dutenstädter, Rauch, Sos (6/2), Salja (6), Röhrle (1), Spindler (2).

 

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 23. April 2017