Die Erste muss mit einem Punkt zufrieden sein

SKV Oberstenfeld – SV Remshalden 24:24 (13:12)

In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung trennten sich die spielerisch bessere SVR von einem kämpferisch überzeugenden SKV Oberstenfeld mit 24:24. Ein Ergebnis, mit dem beide Mannschaften letztlich zufrieden sein müssen. Remshalden bleibt damit als einziges Team der Württ.-Liga ungeschlagen und trifft am kommenden Sonntag zum nächsten Top-Spiel auf die NSU Neckarsulm.

Der SKV Oberstenfeld war sofort im Spiel, während die Deckung der Gäste noch etwas schläfrig wirkte. Lediglich Torhüter Tobias Klemm bestätigte seine seit Wochen gute Leistung. Im Angriff wurden wieder einige Chancen liegen gelassen. Fehlpässe und technische Fehler gesellten sich dazu. Oberstenfeld lag beim 6:3 durch den starken Kreisläufer Güngör Cakar deutlich in Führung. Trainer Alexander Schurr nahm die erste Auszeit, stellte Abwehr und Angriff etwas um und in der Folge sollte es etwas besser laufen. Remshalden verkürzte den Rückstand und nutzte eine Überzahlsituation zum 10:10. Oberstenfeld zog noch einmal weg (12:10), doch Jan Hertel und Oliver Ruge glichen erneut aus. Mit dem Pausenpfiff gelang dem SKV die erneute Führung.

Auch in der zweiten Hälfte blieb das Spiel eng. Remshalden ließ zu Beginn wieder einige Chancen aus oder scheiterte am starken Torhüter Nicolai Uhl. Allerdings drehte nun Adrian Wehner auf: mit drei Treffern in Folge sorgte er dafür, dass die SVR beim 13:14 in Führung lag. Oberstenfeld blieb nun häufiger an der besser eingestellten Gäste-Abwehr hängen. Beim Stand von 17:17 parierte Klemm einen Strafwurf des SKV, Hendrik Wiesner steuerte zwei Treffern zur erneuten Führung der Gäste bei (18:19). Oberstenfeld schaffte es immer wieder, vom Kreis zum Erfolg zu kommen oder brachte den guten Ruven Lehmann in Position. Beim 20:20 war wieder alles offen. Marian Rascher verwandelte einen Strafwurf zum 20:21 und Oliver Ruge legte nach zum 21:22, was allerdings die letzte Führung der Gäste sein sollte. Im Gegenzug hatte die SVR Pech, als Tobias Klemm einen Strafwurf praktisch hielt, der Ball aber noch ins Tor trudelte. Nun wurde es hektisch, Ballverluste und riskante Pässe auf beiden Seiten, dazu fragwürdige Entscheidungen der schwachen Schiedsrichter gegen beide Teams. Beim Stand von 24:23 verwarf die SVR einen Strafwurf und hatte im Gegenzug Glück, dass Klemm einen platzierten Wurf parieren konnte. Der folgende Gegenstoß brachte das 24:24 durch Moritz Pesch 18 Sekunden vor dem Ende. Oberstenfeld vertändelte den Ball ein weiteres Mal, Hendrik Wiesner eroberte sich das Spielgerät und wurde beim Gegenstoß gefoult. Der SKV-Spieler sah folgerichtig die Rote Karte, zum Entsetzen aller war damit das Spiel zu Ende. Den fälligen Strafwurf gaben die Unparteiischen nicht, da sie „einen Vorteil laufen lassen wollten“.

SKV Oberstenfeld: Uhl; Tudisco, Koch (2/1), Goller, Teske (1), Cakar (5), Nandelstaedt (3), Selcho (1), Lehmann (6/1), Leistner (2), Sauerland (4).
SV Remshalden: Klemm, Mühleisen; Eckstein, Ruge (6/2), Holczer (2), H.Wiesner (4), A.Wiesner (1), Huber, Seybold (2), Rascher (1/1), Wehner (4), Pesch (1), Knück (2), Hertel (1).

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 9. November 2015