Deutscher Meister weibl. B-Jugend 2015!!

DM-wJB
Die B-Jugend-Mädels sind Deutscher Meister! In Norderstedt vor den Toren Hamburgs durften sich die glücklichen Mädchen nach einem hochdramatischen 19:17 im Halbfinale gegen den gastgebenden SV Henstedt-Ulzburg und einem überzeugenden 28:20 im Endspiel gegen den VfL Oldenburg die Goldmedaillen von Nationalspieler und Weltmeister Dominik Klein umhängen lassen. Die Freudentränen flossen bei Spielerinnen, Trainerteam und allen mitgereisten Anhängern. Eine überragende Handballsaison fand am Sonntagnachmittag im hohen Norden das perfekte Ende!

Dass das Halbfinale kein normales Ligaspiel war, schien die SVR nicht aus den Köpfen zu kriegen. Ungewohnt viele technische Fehler zeugten von großer Nervosität. Anders als noch im Viertelfinale in Aldekerk fehlte die Souveränität. Zwar lag die SVR bis zum 4:5 meist mit einem Treffer vorn, aber so richtig überzeugend war der Auftritt noch nicht. Als dann gegen Ende des ersten Spielabschnitts die Gastgeberinnen vom SV Henstedt-Ulzburg zum 7:5 und 8:6 vorlegten, war dies dem Selbstbewusstsein der Remstalerinnen auch nicht gerade zuträglich. Es gelang zwar zunächst nochmals der Ausgleich, aber mit dem Pausenpfiff holten sich die Gastgeberinnen per Freiwurf die 9:8-Führung zurück.

Und auch nach dem Wechsel blieb es ein schwieriges Spiel für die SVR. Die Frogs aus Henstedt-Ulzburg bauten den Vorsprung aus. Und beim 13:9 nach 33 Minuten schien der Traum vom Finale ein Traum zu bleiben. Positiv zu diesem Zeitpunkt: die Remshaldenerinnen steckten nicht auf, ließen die Köpfe nicht hängen, nahmen die Situation an und warteten auf die Chance. Und die bot sich bei der einzigen Zeitstrafe im gesamten Spiel. Zwei schnelle Treffer in Überzahl, die SVR war plötzlich wieder im Spiel, das Selbstvertrauen war wieder da. Und Glück kam jetzt auch dazu. Eine SVR-Abwehraktion blieb ohne die fällige Zwei-Minuten-Entscheidung, Henstedt-Ulzburg traf nur die Latte – das Spiel fand eine Wende. Vildana Halilovic und Elena Oeder waren in der Schlussphase die entscheidenden Faktoren. Und auch ein Wechsel im Tor von der gut haltenden Sarah Wachter zu Lara Masic zeigte Wirkung. Masic hielt zweimal glänzend, plötzlich hieß es 16:16-Unentschieden. Dass nun der psychologische Vorteil auf Seiten der SVR lag war klar. Eine letzte Führung der Gastgeberinnen konterten die Schwäbinnen mit einem 3:0-Lauf. Die lautstarke Remstal-Fangruppe stand Kopf. 17:19 am Ende für die Sportvereinigung – unbeschreibliche Freude auf der einen Seite, Tränen und Frust auf der anderen über die verpasste Chance. Die SVR-Mädchen durften ihren Traum weiterleben.

Im Finale wartete der VfL Oldenburg, der sich klar gegen ESV Regensburg durchsetzen konnte. Anders als tags zuvor präsentierte sich die Remshaldener Mannschaft aber nun deutlich selbstbewusster. Die Köpersprache war eine ganz andere. Vom Anpfiff weg nahm die SVR das Spiel in die Hand. Eine ganz starke Defensive mit einer überragenden Louisa De Bellis war Garant dafür, dass Oldenburg kaum Mittel fand. Und vorne wurde in diesem Endspiel nun auch konsequent der Abschluss gesucht. Vildana Halilovic war einmal mehr nicht zu bremsen, De Bellis ließ vom Kreis keine Chance aus, aber auch alle anderen waren torgefährlich und erfolgreich. So wuchs der Vorsprung kontinuierlich über 4:2, 7:3, 11:5 bis zum 14:8. Bereits zur Pause war eine kleine Vorentscheidung gefallen. Und auch nach Wiederanpfiff änderte sich nichts an dieser Überlegenheit. Beim 19:10 war klar, der neue Deutsche Meister der weiblichen B-Jugend würde SV Remshalden heißen. Alle Akteurinnen wurden mit Spielzeiten belohnt. In den letzten Minuten waren die Feierlichkeiten auf der Fantribüne längst eröffnet. Als beim 28:20 der letzte Schlusspfiff in dieser Saison ertönte, war das Spielfeld schnell eine einzige Feiergesellschaft in blau und gelb.
Letztlich würdigten auch die Verantwortlichen vom Veranstalter und DHB einen “verdienten Deutschen Meister 2015” SV Remshalden.

gegen Henstedt-Ulzburg:
Lara Masic, Sarah Wachter; Selina Rauth, Lenya Treusch (1), Anica Müller, Nina Zieger, Vildana Halilovic (9/4), Elena Oeder (3), Catherina Koltermann, Louisa De Bellis (4), Jule Auracher, Alina Ridder (2)

gegen Oldenburg:
Masic, Wachter; Rauth (2), Treusch (2), Müller (1), Zieger, Halilovic (9/3), Oeder (2), Koltermann (2), De Bellis (5), Auracher, Ridder (5)

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön allen, die diesen wunderbaren Erfolg ermöglicht haben. Natürlich zuvorderst den Mädchen mitsamt Trainer- und Betreuerteam. Aber ganz besonders auch denjenigen, die in den letzten Wochen unglaublich viel Zeit und Herzblut investiert haben, um es den Hauptdarstellerinnen so einfach wie möglich zu machen und die Motivation durch viele Besonderheiten und auch “Kleinigkeiten” ins Maximum zu steigern. Dieser Erfolg hatte viele engagierte Mütter und Väter!

  Autor des Artikels: wiesner /   Erstellt am: 25. Mai 2015