Ein gebrauchter Tag für unsere Erste

NSU Neckarsulm – SV Remshalden 34:29 (14:15)

War die erste Halbzeit schon nicht gerade überzeugend und trotzdem hielt man die NSU in Schach, so waren die zweiten 30 Minuten grauslig anzuschauen. Ein Ballverlust jagte den anderen, Fehlwürfe und technische Fehler nahmen überhand. Am Ende siegte die Mannschaft, die an diesem Abend weniger Fehler produzierte und aufgrund der besseren zweiten Halbzeit verdient mit 34:29 Toren gewann. Von einem “Topspiel” der Württembergliga war die Partie weit entfernt.

Remshalden startete besser in die Partie, die gastgebende NSU leistete sich zu Beginn eine Menge an Fehlern und unkonzentrierten Abschlüssen. Markus Tögel war es, der die ersten Akzente setzte und seine SVR in Führung brachte. Rückraumknaller von Kenneth Eckstein und Andreas Huber sowie Tore von Carsten Röhrle, der den verletzten Uli Seybold vertrat sorgten für eine beruhigende Führung (6:4) nach 10 Minuten. Moritz Pesch sorgte mit einem Doppelschlag gar für die 8:5-Führung aus Sicht der Gäste. Die Abwehr stand bis zu diesem Zeitpunkt gut, Tobias Klemm war der gewohnt sichere Rückhalt. Doch mit zunehmender Spieldauer kam Neckarsulm besser in Fahrt, Fabian Göppele hatte sich so langsam warm geworfen und traf nun. Beim 11:11 war die Partie wieder offen und die SVR scheiterte nun des Öfteren am Schlussmann der Neckarsulmer und an den eigenen Nerven. Die Partie blieb eng, lediglich ein Tor betrug der Vorsprung zur Pause (14:15).

Nach dem Wechsel leistete sich die SVR zwei kleine Fehler, die NSU war beim 16:16 wieder im Spiel. Die Abwehr, einst das Prunkstück der Remshaldener zeigte nun immer häufiger kleine Schwächen, Neckarsulm wusste dies zu nutzen. Im Angriff wurden immer wieder auch die klarsten Chancen vergeben, fast die Hälfte aller Angriffe verpuffte erfolglos. 10 lange Minuten blieben die Gäste aus dem Remstal ohne Zählbares. Beim 23:25 sah die Welt noch gut aus, doch 7 Tore in Folge und die 30:25-Führung für die NSU nach 55 Minuten bedeuteten die Entscheidung. Alle Versuche, mit einer kurzen Deckung zu agieren nutzte nichts mehr. Neckarsulm brachte den Vorsprung über die Zeit und siegte am Ende aufgrund der besseren zweiten Hälfte und dem treffsicheren Kreisläufer Henning Tittel verdient mit 34:29 Toren.

Remshalden muss nun in den nächsten drei Partien gewinnen um mit ruhigem Gewissen und drei Punkten Vorsprung das Saisonfinale in Bittenfeld angehen zu können.

NSU: Bognar, Max Kerner; Kazmaier (3), Gerber (1), Göppele (3), Maier (5), Trumpp (1), Kaufmann, Schenk (1), Moritz Kerner (1), Schreider (2), Odenwald (8/7), Tittel (9).

SVR: Klemm, Seybold; Eckstein (2), Tögel (5), Ruge (5/3), Holczer (1), H.Wiesner (3), A.Wiesner, Huber (7), Rascher (1), Wehner, Pesch (3), Röhrle (2), Knück.

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 20. März 2016