Ein Punkt ist zu wenig ….

SV Remshalden  –  HSG Böblingen / Sindelfingen   25:25   (14:10)

 

Kein wirklich hochklassiges Spiel, gespickt mit vielen Fehlern auf beiden Seiten, sahen die Zuschauer im so wichtigen Spiel um weitere Punkte zum Verbleib in der Württembergliga. Remshalden war zwar über weite Strecken die tonangebende Mannschaft, ließ aber am Ende zu viele Chancen liegen und musste sich mit einem Punkt gegen die HSG begnügen.

 

In einer zerfahrenen Anfangsphase suchte die SVR immer wieder nach guten Lösungen im Angriff, blieb aber allzu oft in der unangenehmen 5:1-Abwehr der Gäste hängen. Einzig Marvin Klein fand immer wieder den Weg zum Tor und erzielte die ersten drei Treffer für sein Team (3:2). Die Defensive um Kenneth Eckstein stand gut, war beweglich und zwang den Gegner immer wieder zu Fehlern. Es entwickelte sich kein schönes Spiel und bis zum 7:6 nach 20 Minuten blieb die Partie auch völlig offen. Erst allmählich agierte die SVR entschlossener, packte in der Abwehr zu und zeigte nun auch im Angriff deutlich mehr Konsequenz. Marian Rascher, Patrick Kohl und Marvin Klein sorgten für einen scheinbar komfortablen 12:7-Vorsprung. Die HSG nutzte ihrerseits Fehler des Gegners aus und verkürzte durch den starken Marian Heinkele zum 12:10. Die letzten Minuten gehörten wieder der SVR, Dennis Hämmer erzielte Sekunden vor der Pause den Treffer zum 14:10.

 

Schrecksekunde für Remshalden kurz nach dem Anpfiff, als sich Marian Rascher im Zweikampf verletzte und zunächst ausgewechselt werden musste. Daran hatte sein Team einige Zeit zu knabbern, wirkte verunsichert und ließ es zu, dass Böblingen/Sindelfingen beim 17:16 nach 40 Minuten wieder den Anschluss fand. Der SVR-Rückraum fand in dieser Phase praktisch nicht mehr statt, keiner wollte oder konnte Verantwortung übernehmen. Auch der Rückzug nach vergebenen Chancen war zu langsam und so kamen die Gäste zu den einfachen Toren. Nach 45 Minuten war die Partie beim 19:19 wieder völlig offen. Und es sollte noch schlimmer kommen: unplatzierte Würfe, Fangfehler und dazu viele originelle Schiedsrichter-Entscheidungen sorgten für Verunsicherung. Die HSG ging nach 55 Minuten mit zwei Toren in Führung (22:24) und hätte den Sack zumachen können. Remshalden wollte sich aber nicht kampflos ergeben, hielt noch einmal dagegen und erzielte den Ausgleich (24:24), auch weil die HSG in dieser Phase eine Rote Karte hinnehmen musste. Kai Schweikhardt sorgte sogar für das 25:24, im Gegenzug erzielten die Gäste per Siebenmeter den erneuten Ausgleich. Eine letzte Auszeit und noch 40 Sekunden auf der Uhr sollten allerdings nicht mehr ausreichen, um die so wichtigen zwei Punkte einzufahren. So blieb es am Ende beim Unentschieden, das der SVR nicht wirklich weiter hilft.

 

SVR:  Klemm, Sigle;    Eckstein (1), Klein (8), Pesch (1), Fröschle, Schweikhardt (2), Rascher (4/2), Knück, Klingler (1), Kohl (4), Hämmer (2), Hartenstein (2).

 

HSG: Rinderknecht (1), Camovic;    Trunk (2), Richter, Horsch (5), Tischner, Spitzl (2/2), Raff (2), Todt (1), Schwab (2), Heinkele (7), Petri, Degel (3/2), Wild.

 

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 2. Februar 2020