Ein Sieg muss her, egal wie

Mit einer tollen Leistung haben die abstiegsbedrohten Handballer der SV Remshalden beim Meister Baden-Baden einen Punkt geholt. Dennoch rutschten sie auf den fünftletzten und damit den Relegationsplatz. Im letzten Rundenspiel in der Baden-Württemberg-Oberliga muss die SVR unbedingt zu Hause gegen den TuS Steißlingen gewinnen – und auf die Konkurrenz hoffen.

SV Remshalden (12. Platz, 22:36 Punkte) – TuS Steißlingen (10. Platz, 27:31 Punkte; Samstag, 19.30 Uhr).

Mit 32:32 trennte sich die SVR vom gastgebenden TVS Baden-Baden. Mit dem Auftritt seiner Mannschaft beim überragenden Team der Liga war Interimstrainer Slavko Pustoslemsek sehr zufrieden. Allerdings wäre sogar ein Sieg drin gewesen. Das Team habe jedoch zu viele klare Chancen liegenlassen und es damit verpasst den Rückstand von bis zu vier Toren früher aufzuholen. So rutschte die SVR wie befürchtet auf den Relegationsplatz. Denn zeitgleich gewann der TSV Blaustein das Kellerduell gegen den bereits abgestiegenen TSV Deizisau mit 31:30.

Das Ligafinale wird zu einem Nervenspiel. Für Remshalden ist alles möglich, vom direkten Klassenverbleib über die Relegation bis hin zum sofortigen Abstieg. Einen Zähler liegt das Team hinter den Blausteinern, zwei beträgt der Vorsprung auf den Viertletzten SG Lauterstein. Die hat den direkten Vergleich mit Remshalden gewonnen und könnte somit mit einem Heimsieg gegen den bereits als Absteiger feststehenden TSB Schwäbisch Gmünd und einer gleichzeitigen Niederlage der SVR noch den Relegationsplatz erreichen. Für Remshalden wäre damit der Wiederabstieg besiegelt. Um zumindest nachsitzen zu dürfen, muss die Mannschaft also unbedingt ihr Heimspiel in der Stegwiesenhalle Geradstetten gegen den Tabellenzehnten TuS Steißlingen gewinnen. Verliert zeitgleich Blaustein beim Sechsten TV Plochingen, darf die SV Remshalden den Klassenverbleib feiern.

Der Druck ist gewaltig, dennoch sagt Slavko Pustoslemsek: „Die Gefühlslage bei uns ist durchweg positiv.“ Nach dem Auftritt in Baden-Baden „glauben die Jungs wieder mehr an sich. Der Punkt war Gold wert.“ Einfach werde die Aufgabe gegen Steilßlingen freilich nicht. In der Vorrunde gewann die SVR zwar auswärts mit 32:27, doch die Mannschaft des TuS habe sich weiterentwickelt und spiele eine deutlich stärkere Rückrunde.

Steißlingen sei ein unangenehmer Gegner, besonders zu achten gelte es auf dessen sehr starkes Umschaltspiel. Dennoch „ist die Mannschaft unsere Kragenweite“. Der SVR-Coach rechnet mit einer spannenden, engen Partie. Dass Remshalden das letzte Rundenspiel in heimischer Halle bestreiten darf, sei ein Vorteil. Pustoslemsek hofft auf große Zuschauerresonanz.

Positiv stimmt den Trainer die ordentliche personelle Situation. Zwar sei Marian Rascher nach dem Baden-Baden-Spiel angeschlagen, er könne aber antreten. Die Motivation sei groß, die überlebenswichtigen Punkte zu holen. „Das müssen wir jetzt aber auch auf den Platz bringen. Dem Gegner muss von Anfang an gezeigt werden, wer Herr im Haus ist.“ Sich ganz auf die Konkurrenz zu verlassen, wäre fatal.

  Autor des Artikels: wiesner /   Erstellt am: 4. Mai 2018