Es kommt wieder auf den Kampfgeist an

Im Kampf um den Klassenverbleib in der Oberliga ist der Sieg in Blaustein für die Handballer der SV Remshalden immens wichtig gewesen. Jetzt heißt es, im nächsten Vier-Punkte-Spiel nachzulegen. Coach Frederick Griesbach verlangt von seiner Mannschaft auch in der Partie beim Tabellennachbarn TSG Söflingen großen Kampfgeist, um erfolgreich zu sein.

TSG Söflingen (10. Platz, 20:26 Punkte) – SV Remshalden (11. Platz, 19:29 Punkte; Samstag, 18 Uhr).

Die SVR steht auf dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz, doch in der gefährlichen Zone geht es sehr eng zu. Freilich hat Griesbach alle Möglichkeiten durchgerechnet, mit sechs Punkten aus den letzten sechs Saisonspielen hätte Aufsteiger Remshalden wohl gute Chancen, in der Liga zu bleiben. „Aber sechs Punkte sind ein ambitioniertes Ziel.“ Und Rechenspiele brächten das Team sowieso nicht weiter, wenn die Leistung nicht stimme.

Und die stimmte beim 33:30-Erfolg bei den ebenfalls abstiegsgefährdeten Blausteinern. Damit hat die SVR auch den direkten Vergleich gegen den TSV gewonnen. Zwar sei es handballerisch nicht gerade eine Offenbarung gewesen. „In erster Linie zählt aber das Ergebnis. Wir haben das gemacht, was der Plan war. Wir hatten erwartet, dass das Spiel nur über den Kampf entschieden wird.“ Genau so sei’s gekommen. „Sehr, sehr wichtig“ sei die Rückkehr von Hendrik Wiesner nach seiner langen Verletzung (Finger-OP) gewesen. Nicht nur, weil er einer der routiniertesten im Team und in der Lage sei, einfache Tore zu erzielen. Sondern auch, weil der starke Marvin Klein im Training umgeknickt und fürs Blaustein-Spiel ausgefallen war. Griesbach hofft, dass Klein beim nächsten Abstiegsduell wieder einsatzfähig sein wird.

Ein Sieg in Söflingen wäre für die SV Remshalden erneut ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenverbleib. „Wir wollen den Platz an der Sonne behalten.“ Die TSG liegt einen Punkt vor der SVR, hat aber ein Spiel weniger absolviert. In der Vorrunde unterlag Remshalden als Gastgeber knapp mit 25:27, diesmal sollen die Punkte mit denselben Tugenden wie gegen Blaustein geholt werden. „Wir brauchen eine Mischung aus dem Urvertrauen an uns selber, Kampfgeist und unseren Fans.“

Dass Söflingen im Abstiegskampf stecken würde, hatte Griesbach vor der Runde nicht erwartet. „Ich finde, die TSG hat mit Gabor Czako den besten Trainer der Liga. In der Vorrunde war die Mannschaft am besten auf uns vorbereitet.“ Söflingen verfüge über einige drittligaerfahrene Spieler und stelle „eigentlich eine saugute Abwehr“. Doch die Ergebnisse sind überwiegend enttäuschend. Diesen Negativlauf des Gegners will Remshalden ausnutzen. Optimistisch stimmt Griesbach auch, dass Remshalden anders als beim ersten Aufeinandertreffen diesmal wesentlich mehr personelle Alternativen haben wird. Außer Klein ist zwar auch Moritz Pesch angeschlagen (Fuß). „Er wird aber wahrscheinlich spielen“, sagt der Trainer.

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 22. März 2018