Himmelhoch jauchzend – zu Töde betrübt

Es ist erst wenige Monate her, dass unsere 1. Männermannschaft und mit ihr das gesamte Umfeld auf Wolke Sieben schwebte.
Tolle, ja mitunter begeisternde Spiele in der heimischen Stegwiesenhalle und auch Auswärts war auf das Team verlass. Man merkte, dass jeder einzelne Spieler Spaß am Handball hatte und dieser Spaß am Handball übertrug sich auf die Zuschauerränge.

Souverän gelang dem Team am Ende einer tollen Saison der Aufstieg in die BWOL – die vierthöchsten Liga – und als Krönung der Saison errang man noch den Titel des Württembergischen Meisters.
Zu Recht feierte sich das Team und ließ sich feiern. Die Zahl der Gratulanten war endlos.

Auch die neue Saison ließ sich gut an. Im Vorspiel um den Supercup in der Porschearena hielt man gegen den Drittligisten Horkheim lange Zeit sehr gut mit und auch der Rundenauftakt mit 6 Punkten aus den ersten sechs Spielen kann durchaus als gelungen bezeichnet werden.
Dann folgten zwei Spiele, die mit einem Tor verloren wurden und plötzlich war der Wurm drin. Fast jeder unserer Spieler ist weit von der Form der letzten Saison entfernt und die Leichtigkeit und Dynamik, die unser Team auszeichnete, scheint im Moment verloren gegangen zu sein.
In dieser Situation ist es wichtig, dass wir alle – Spieler, Trainerteam, Offizielle und Fans – noch enger zusammenrücken. Wir sind gemeinsam aufgestiegen und müssen nun auch gemeinsam diese schwierige Zeit durchstehen.

Remshalden, den 01.12.2014

Die Abteilungsleitung steht auf jeden Fall nach wie vor uneingeschränkt hinter dem Trainerteam und der Mannschaft und wenn es uns nicht gelingen sollte, die BWOL zu erhalten dann auch in der nächsten Saison wieder in der Württembergliga. Dann ist das eben so.

Doch noch haben wir alle die Hoffnung, dass der Schalter wieder umgelegt werden kann. Wir wissen, dass die Betroffenen ganz hart daran arbeiten und sich nicht dem Schicksal fügen. Alle suchen verzweifelt nach den Schrauben, die es zu verstellen gilt. Es sind nicht die großen Schrauben an denen gedreht werden muss, denn nicht alles was in den letzten Monaten so toll funktioniert hat kann von heute auf morgen verloren gegangen sein. Es sind viele kleine Schrauben, die es wieder neu zu justieren gilt. Und wir müssen erkennen, dass in der neuen Liga jedes Rädchen über 60 Minuten ineinandergreifen muss.

Fatal wäre es aber jetzt die vermeintlich Schuldigen an den ausbleibenden Erfolgen zu suchen und zu benennen. Es sind genau die gleichen, die für den Erfolg in der letzten Saison verantwortlich waren. Die Spieler, das Trainerteam, die Abteilung und die Fans.

Also lasst uns auch diese schwierige, für uns alle ungewohnte Zeit, zusammen durchstehen.
Dafür danke ich recht herzlich.

Mit sportlichen Grüßen

Bernd Kuger Abteilungsleiter der Handballabteilung der SVR

  Autor des Artikels: seybold /   Erstellt am: 23. Januar 2015