Männer 1 gehen als Favorit ins Derby

Es ist das traditionsreichste Rems-Murr-Derby in der Württembergliga: Die Handballer der SV Remshalden spielen gegen die Sportfreunde Schwaikheim. Auch diesmal wird die Begegnung hart umkämpft sein, dennoch ist die SVR als Tabellenzweiter in der Favoritenrolle.

SV Remshalden (2. Platz, 15:5 Punkte) – SF Schwaikheim (10. Platz, 8:12 Punkte; Samstag, 18 Uhr).

Dass die SVR nach dem Abstieg aus der Oberliga und dem personellen Umbruch so stark starten würde, hatte auch der neue Trainer Alexander Schurr nicht erwartet. „Wir hatten ein schweres Auftaktprogramm mit vielen Auswärtsspielen.“ Andererseits habe das Team in der Vorbereitung auf die Saison auch sehr viel gearbeitet. Als einzige Mannschaft steht Remshalden noch ohne Niederlage da, zuletzt gab’s ein deutliches 32:22 bei der SG Leonberg/Eltingen. „Abwehr und Torhüter waren von Anfang an exzellent. Wir haben den Gegner im Griff gehabt.“

Ins Derby geht die SVR als Favorit. Schurr erwartet wie immer gegen Schwaikheim ein Kampfspiel. Gerade für jene, die schon lange für Remshalden am Ball sind, sei es ein besonderes Spiel. Als große Stärken der Schwaikheimer sieht Schurr die mannschaftliche Geschlossenheit und den Kampfgeist. „Ich schätze, wir sind die stärkere Mannschaft. Aber wir müssen Gas geben, um zu gewinnen.“ Angeschlagen bei der SVR ist Adrian Wehner (Knieverletzung). Carsten Röhrle wird nach neuerlicher Verletzung am Sprunggelenk mindestens bis zum Ende der Hinrunde ausfallen.

Insgesamt zufrieden mit der bisherigen Leistung seines Teams nach großen personellen Veränderungen ist der Schwaikheimer Trainer Heiko Burmeister. „Wir sind auch von den Punkten her im Soll und haben gegen die Mannschaften gewonnen, gegen die wir gewinnen müssen.“ Der Tabellenzweite Neckarsulm gehört nicht dazu, deshalb können die SF die 27:31-Niederlage im vergangenen Heimspiel verschmerzen. Jedoch hatte der Rückstand zeitweise satte elf Tore betragen. Burmeister warnt: „Wenn wir zu wenig Konstanz im Spiel haben, wird es schwer für uns.“

Kurioserweise stehen für Schwaikheim nun hintereinander alle drei Rems-Murr-Derbys an. Der Trainer ist optimistisch: „Wir brauchen uns vor keinem zu verstecken. Weder vor Remshalden noch vor Bittenfeld und Waiblingen. Wir freuen uns drauf.“ Zwar sei sein Team in der Stegwiesenhalle Geradstetten Außenseiter. Dennoch wolle es die Punkte mitnehmen. „Es gibt nichts Besseres, als nach Spielende im Kreis zu tanzen.“ Allerdings fiel schon in der Partie gegen Neckarsulm der Abwehr-Mittelblock der SF aus: Gregor Rentschler (Zerrung) und Armin Roth (Fingerverletzung). Beide sind auch im Angriff gefährlich. Der Einsatz von Rentschler am Samstag ist fraglich, Roth wird wohl fehlen.

 

Quelle: Zeitungsverlag Waiblingen

  Autor des Artikels: wiesner /   Erstellt am: 27. November 2015