Mit einem Erfolg in die Winterpause

Obwohl die Handballer der SV Remshalden Letzter in der Baden-Württemberg-Oberliga sind, ist die Hoffnung auf den Klassenverbleib noch lange nicht verloren. Nur vier Punkte beträgt der Rückstand auf den acht Plätze besseren TuS Steißlingen. Jetzt kommt es zum Duell der Aufsteiger, ein Auswärtssieg im letzten Spiel des Jahres wäre für die SVR sehr wertvoll.

TuS Steißlingen (8. Platz, 13:15 Punkte) – SV Remshalden (16. Platz, 9:19 Punkte; Sonntag, 16.30 Uhr).

Vor der einwöchigen Spielpause hatte die SVR erneut gezeigt, dass sie Ligafavoriten nicht hoffnungslos unterlegen ist. Lange hielt das Team mit dem Spitzenreiter TVS Baden-Baden mit, am Ende stand’s 27:33. „Es ist einfach ein Lernprozess für unsere junge Mannschaft“, sagt Trainer Frederick Griesbach. „Wir deuten über weite Strecken unser Potenzial an und stehen uns dann selbst im Weg.“ Die Partie gegen Baden-Baden sei jedoch ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gewesen.

„Absolut wünschenswert“ wäre jetzt im letzten Spiel des Jahres ein Sieg beim Mitaufsteiger TuS Steißlingen. Damit könnte Remshalden in der engen Liga die Rote Laterne abgeben und bis auf zwei Punkte auf den Gegner heranrücken. „Aber selbst bei einer Niederlage wäre noch nichts verloren.“ Zwar sei es nicht schön, Tabellenletzter zu sein. Griesbach schaut trotzdem zuversichtlich auf die Rückrunde. Denn dann werden voraussichtlich die Langzeitverletzten Uli Seybold (Kreuzbandriss) und Moritz Knück (Meniskus-OP) wieder im Kader sein. Allerdings muss das Team aktuell einen weiteren Rückschlag verkraften. Der erst kürzlich genesene Kenneth Eckstein, wichtig im Abwehr-Mittelblock und vorne am Kreis, zog sich gegen Baden-Baden eine Schultereckgelenksprengung zu und wird voraussichtlich erneut sechs Wochen ausfallen. Aufgrund der Winterpause „wird er, wenn’s gut läuft, aber nur zwei Spiele fehlen“.

In der Partie bei den sehr heimstarken Steißlingern wird wahrscheinlich der ehemalige Kapitän Markus Tögel aushelfen. Das Team habe durchaus Siegchancen, sagt Griesbach. Jedoch sei es wie immer: „Bei uns muss alles passen. Und zwar nicht über 45 oder 50, sondern über 60 Minuten.“

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 8. Dezember 2017