Mit Zuversicht ins wegweisende Auswärtsspiel

Handball, Baden-Württemberg-Oberliga, Männer: TSB Schwäbisch Gmünd (13. Platz, 4:10 Punkte) – SV Remshalden (16. Platz, 4:10 Punkte; Sonntag, 18 Uhr).

Das war nicht zu erwarten: Mit einer hervorragenden Leistung trotzte der von Verletzungssorgen gebeutelte Tabellenletzte SVR dem Spitzenreiter TV Willstätt beim 27:27 einen Punkt ab. Sogar ein Sieg wäre möglich gewesen, 45 Sekunden vor Schluss hatte Remshalden mit zwei Toren geführt.

Dennoch ist Coach Frederick Griesbach begeistert: „Für uns ist dieses Spiel ohne Wenn und Aber ein Sieg, vor allem wenn man unsere Personalsituation sieht. Ich war stolz auf die Jungs.“ Griesbach selbst stand nur kurz vor Schluss wenige Minuten lang auf dem Feld, um dem starken Kreisläufer Kenneth Eckstein eine Pause zu gönnen. Besonders erfreulich: Oliver Ruge, der schon lange an einem Knorpelschaden im Knie laboriert, habe sein bislang bestes Saisonspiel gezeigt. Aus der Bezirksligamannschaft war Niklas Pesch zum Oberligateam gestoßen, künftig soll auch Jan Hertel für die SVR I antreten. „Wir sind heilfroh, dass sie sich dazu bereiterklärt haben, bei uns mitzuspielen“, lobt Griesbach.

Der Punktgewinn gegen den großen Favoriten sollte dem Team Selbstvertrauen für das sehr wichtige Spiel beim direkten Konkurrenten in Schwäbisch Gmünd geben. Das Ziel lautet, einen Sieg zu holen. „Und das ist auch realistisch.“ Allerdings werde der TSB nach der 24:33-Pleite in Steißlingen sicher mit einer großen Portion Wut im Bauch antreten. Eine Trotzreaktion des Gegners auf ein Negativerlebnis hatte die SVR schon in der Partie in Lauterstein erlebt (22:31). Diesmal soll es besser laufen. Aber, so Griesbach: „Jeder Spieler muss 100 Prozent geben. Gibt einer nur 98 Prozent, verlieren wir.“ (sch)

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 20. Oktober 2017