Mitgliedsbeiträge in der SVR

An dieser Stelle werde ich in den nächsten Tagen auf die Mitgliedsbeiträge in der SV Remshalden, insbesondere auf die Beitragsgestaltung, aber auch auf die Finanzierung der Handballabteilung eingehen und darstellen, warum und in welcher Höhe wir Abteilungsbeiträge von den Mitgliedern der Abteilung verlangen müssen.

In diesen Tagen ist da noch einiges im Fluss, deshalb später mehr.

Auf jeden Fall erwartet die Mitglieder eine interessante außerordentliche Mitgliederversammlung am 18.09.2014 wohl auch zu diesem Thema.

Auch hier bin ich an Eurer/Ihrer Meinung interessiert und freue mich auf Mails an

abteilungsleiter@sv-remshalden-handball.de

Mit sportlichen Grüßen

Bernd Kuger Abteilungsleiter der Handballabteilung der SVR

Ergänzung vom 21.08.2014

Das Thema, wie sich die verschiedenen Abteilungen in der SVR finanzieren und wie die vom Hauptverein überwiegend über die Mitgliedsbeiträge generierten Einnahmen nach Abzug der Ausgaben des Hauptvereins auf die Abteilungen umgelegt werden, beschäftigt mich schon seit vielen Jahren.

Um sich ein Bild über dieses Thema zu verschaffen, muss man zunächst einen Blick zurück werfen.

Die Weiterleitung der Mittel an die einzelnen Abteilungen erfolgte viele Jahre nahezu ausschließlich nach der Anzahl der Mitglieder in den Abteilungen, ganz unabhängig von eventuellen Ausgaben der Abteilungen. Dies führte dazu, dass manche Abteilungen ihren Haushalt immer „auf Kante“ nähten, während andere Abteilungen mit vielen Mitgliedern aber wenig Ausgaben sich den einen oder anderen Luxus leisten konnten.

Remshalden, den 18.08.2014

Nicht selten halfen Abteilungen, die finanziell gut gestellt waren den weniger gut bestellten Abteilungen am Ende des Jahres mit einem Darlehen aus, damit diese über die Runden kamen.

Auf Empfehlung eines Arbeitskreises beschloss der Vorstand der SVR vor rund 10 Jahren die Mittelzuführung an die Abteilungen neu zu gestalten und die Ausgaben der Abteilungen für den Sportbetrieb stärker zu berücksichtigen.

Nach wie vor war die Mitgliederstärke und dort insbesondere die Zahl der jugendlichen Mitglieder ein Teil der Berechnung. Ein weiterer (größerer) Teil waren aber die Ausgaben für den Sportbetrieb, die den Abteilungen im laufenden Jahr nachgewiesener Maßen entstanden waren.

Nachdem sich die ersten Aufregungen gelegt hatten und mit ein paar kleinen Drehungen an den Stellschrauben Unwuchten beseitigt wurden, schienen wir auf einem guten Weg zu sein. Leider dauerte es nicht lange, bis die Diskussionen wieder los gingen. Gehört dies oder jenes zu den Ausgaben für den Sportbetrieb? Ist das bei der Abteilung tatsächlich auch so entstanden? Dies und die Tatsache, dass sich die Ausgaben des Hauptvereins erhöhten, führte dazu, dass die Abteilungen kaum mehr richtig planen konnten, weil die Mittelzuführungen aus dem Hauptverein sehr schwankten.

Wieder blieb es einem Arbeitskreis vorbehalten einen neuen Weg zu finden. Einstimmig (auch wenn das heute nicht mehr alle wahrhaben wollen) beschloss der Vorstand der SVR vor fast zwei Jahren den Mitgliedern eine Änderung der Beitragsordnung vorzuschlagen, in der ein zweigeteilter Mitgliedsbeitrag festgelegt wird. In einem ersten Teil des Mitgliedsbeitrages sollen ausschließlich die Kosten, die der Hauptverein zur Erfüllung seiner Aufgaben (Geschäftsstelle, Verbandsabgaben, Rücklagen, Förderung des Leistungssports u.a.) aus Mitgliedsbeiträgen generiert werden. Außer dem Rückfluss aus dem Topf Leistungssport erfolgt hier dann keine Mittelzuführung an die Abteilungen. Die Abteilungen selbst errechnen, welche spartenspezifischen Beiträge sie von den Abteilungsmitgliedern erheben müssen, um die Ausgaben in der Abteilung decken zu können und legen dies in einem zweiten Teil des Mitgliedsbeitrages fest. So kann es dann zum Beispiel sein, dass die Abteilung Gymnastik, weil dort viel über Kursgebühren abgewickelt wird, keinen zusätzlichen Spartenbeitrag erheben muss, während wir in der Handballabteilung von jedem Mitglied vielleicht 10 € im Monat als Spartenbeitrag einfordern müssen, um unsere Kosten decken zu können.

Ein entscheidender Punkt bei der damaligen Diskussion war der, dass man davon ausging, den Mitgliedsbeitrag für den Hauptverein gegenüber dem aktuellen Mitgliedsbeitrag deutlich senken zu können, sodass sich für die Mitglieder einiger Abteilungen im Ergebnis gar nicht viel geändert hätte.

Hier hat uns aber die aktuelle Situation einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach den vorliegenden Kalkulationen benötigt der Hautverein im Jahr 2015 nahezu die gesamten Mitgliedsbeiträge, wie sie im Jahr 2014 erhoben wurden. Für eine Beitragsreduzierung in diesem Bereich scheint also trotz der dann ausbleibenden Mittelzuführung an die Abteilungen kein Raum zu sein. Folge davon

ist, dass die Abteilungen ihren spartenspezifischen Beitrag, unabhängig von einer Erhöhung wegen gestiegener Ausgaben, entsprechend nach oben anpassen müssen.

Es gibt sehr viele Punkte die für einen weiteren einheitlichen Mitgliedsbeitrag in der SVR sprechen. Gleichwohl gibt es aber auch Einiges, das für die angestrebte Änderung spricht. Ich hoffe und wünsche, dass dies alles bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 18.09. auch deutlich angesprochen und diskutiert wird, damit am Ende die Mitglieder eine richtige Entscheidung fällen können.

Ein zweiter Vorschlag aus dem Arbeitskreis, dem ebenfalls vom Vorstand einstimmig zugestimmt wurde, war eine deutliche Reduzierung der aktuellen Beitragsgruppen. Wir hatten uns überlegt, weshalb bei uns aktuell ein Ehepaar oder eine Lebenspartnerschaft statt 150,- nur 105,- € Mitgliedsbeitrag bezahlen muss. Weshalb bezahlt ein Rentner, der die gleichen Leistungen beansprucht wie ein 60 jähriger nur 40,- € Mitgliedsbeitrag und nicht die 75,- € regulär? Statt dessen war unser Vorschlag, eine bisher nicht vorgesehene passive Mitgliedschaft einzuführen für Mitglieder, die keine Leistung mehr in Anspruch nehmen aber der SVR die Treue halten wollen. Auch hierüber wird derzeit hoch emotional diskutiert, aber auch hier gibt es keinen Königsweg sondern am Ende eine Mehrheitsentscheidung der Mitglieder der SVR.

Ich bin weiter an Eurer/Ihrer Meinung interessiert und freue mich auf Mails an

abteilungsleiter@sv-remshalden-handball.de

Mit sportlichen Grüßen

Bernd Kuger Abteilungsleiter der Handballabteilung der SVR

  Autor des Artikels: seybold /   Erstellt am: 23. Januar 2015