Nichts zu holen gab´s in Herrenberg ….

SG H2Ku Herrenberg  –  SV Remshalden  30:23  (14:12)

 

Der Favorit wurde am Ende seiner Rolle gerecht und gewann diese Partie noch recht deutlich mit 30:23 Toren. Remshalden kämpfte über weite Strecken des Spiels, muss sich aber klar darüber sein, dass 45 Minuten Einsatz und tolle Moral nicht ausreichen, um solche Auswärtsspiele zu gewinnen und damit die „big points“ zu machen. Herrenberg gewann verdient und steht weiter auf Tabellenplatz 4 mit Tuchfühlung nach ganz oben. Die SVR braucht sich dennoch nicht verstecken, zeigte das Team doch in vielen Situationen, dass es mit allen Mannschaften der Liga mithalten kann.

 

Schlechte Nachrichten bereits kurz vor dem Anpfiff, sollten doch neben den Ausfällen von Uli Seybold und Hendrik Wiesner auch noch Oliver Ruge und Moritz Knück  kurzfristig wegen Verletzungen absagen müssen. Remshalden fand nur schwer ins Spiel, suchte im Angriff immer wieder nach Lösungen gegen die bewegliche, offensive Abwehr der Gastgeber. Beim 5:2 nach 9 Minuten hatten die mitgereisten Fans schon ein erstes ungutes Gefühl. Die SVR-Abwehr kämpfte jedoch leidenschaftlich und schaffte es immer wieder, die SGH in Bedrängnis zu bringen. Daniel Mühleisen im Tor der Gäste konnte sich gleich durch mehrere Paraden auszeichnen und so holte das Team auf. Beim 9:7 war man wieder auf Tuchfühlung und ließ im darauf folgenden Angriff den Ball schnell über mehrere Stationen laufen. Moritz Pesch schloss einen gelungenen Angriff zum 9:8 ab, die Partie schien wieder offen. Zwei vermeidbare Fehler luden die Herrenberger allerdings zu Gegenstößen ein, die ihrerseits zum 11:8 vorlegten. Noch einmal kämpfte die Defensive der SVR, noch einmal lief der Ball im Angriff und der zwischenzeitlich eingewechselte Tobias Klemm zeigt im Tor gleich mehrere Paraden.  Remshalden war beim 13:12 wieder dran, kassierte allerdings kurz vor dem Wechsel noch den vermeidbaren 14:12-Pausenstand.

 

Was sich im ersten Durchgang bereits andeutete, sollte sich nun fortsetzen. Die Abwehr stand zwar gut und hatte die Herrenberger häufig im Griff. Im Angriff allerdings ließ die SVR viel zu viele Chancen liegen. Herrenberg reduzierte sich in der Folge gleich mehrfach durch berechtigte Zeitstrafen und nahm folglich den Torhüter vom Feld. Die SVR nutzte dies zu wenig, verfehlte gleich mehrfach das leere Tor der Gastgeber und kassierte sogar in doppelter Überzahl ein Gegentor. Doch auch Herrenberg leistete sich nun einige Fehler und so keimte beim 20:17 nach 43 Minuten wieder so etwas wie ein Hoffnungsschimmer auf. Die beiden stärksten Akteure der SGH, Cornelius Maas und Christian Rau sorgten allerdings bereits nach 50 Minuten und dem 23:17 für die Vorentscheidung. Remshalden ging mit seinen Chancen oft fahrlässig um, versuchte mit Verzweiflungswürfen zum Erfolg zum kommen und ließ sich im Angriff viel zu schnell festmachen. Insgesamt 9 Zeitstrafen der Herrenberger wurden nicht konsequent ausgenutzt, allzu häufig landeten Würfe neben dem Tor oder waren leichte Beute für den starken Tobias Barthold im Gehäuse der SGH. Das 30:23 war am Ende für die Gastgeber verdient, Remshalden kämpfte zwar über weite Strecken in der Defensive, war aber im Angriff zu ideenlos und ließ zu viele Chancen aus, um Herrenberg ernsthaft in Gefahr zu bringen.

 

SGH:  Barthold, Rhotert;    Rau (6), Seeger, Böhm (1), Dürner (5/3), Fuhrmann (2), Marquardt (3), Mezger (1), Zürn (1), Rose (3), Maas (8).

 

SVR:  Klemm, Mühleisen;   Eckstein (5), Klein (4), Schwarz, Holczer (3), N.Pesch, Schweikhardt, Rascher (5/4), Hartenstein (1), M.Pesch (4), Röhrle (1).

 

 

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 3. Februar 2018