Noch weiter raus aus der Abstiegszone

SV Remshalden (8. Platz, 15:19 Punkte) – TV Plochingen (7. Platz, 20:14 Punkte; Samstag, 18 Uhr).

Die SVR hat einen kleinen Lauf, das 31:27 beim ebenfalls vom Abstieg bedrohten TSV Deizisau war der dritte Sieg in Folge. Mit diesem hat Remshalden erstmals die direkten Abstiegsplätze verlassen. Holt das Team zwei weitere Punkte im Heimspiel gegen den TV Plochingen, könnte es sich noch weiter von der gefährlichen Zone absetzen.

Dass der Erfolg gegen Deizisau äußerst wichtig gewesen ist, sei klar, sagt Frederick Griesbach. „Da braucht man nur die Tabelle anschauen.“ Über die Leistung seiner Mannschaft hat sich der SVR-Trainer sehr gefreut. Viele Beobachter hatten befürchtet, sie werde sich nach dem Ausfall ihres Topspielers Hendrik Wiesner (Finger-OP) in der Auswärtspartie sehr schwertun. Doch nun drängten andere ins Rampenlicht. Zwar habe das Team insgesamt überzeugt, sagt Griesbach. Zwei Akteure hebt er dennoch heraus: Kenneth Eckstein und Oliver Ruge. „Sie haben ihr bestes Spiel gemacht.“ Nicht zuletzt wegen beruflicher Verpflichtungen oder Verletzungen seien die beiden in der bisherigen Saison nicht in dem Ausmaß zum Einsatz gekommen, das ihre handballerische Klasse eigentlich gerechtfertigt hätte. Trotzdem hätten Eckstein und Ruge nie geklagt, sondern sich im Gegenteil im Training immer voll reingehängt. Und jetzt eine Topleistung gezeigt.

Drei Siege in Folge klingt gut – doch die Remshaldener sind noch lange nicht aus dem Schneider. Zu eng geht es hinten zu, nur ein Pünktchen trennt sie vom ersten direkten Abstiegsplatz. Direkt vor ihnen klafft dagegen eine Lücke von fünf Punkten, der Tabellensiebte TV Plochingen muss sich derzeit kaum Abstiegssorgen machen. Mit einem Sieg könnte die SVR den Gegner aber mehr unter Druck setzen – und gleichzeitig näher ans Mittelfeld heranrücken. Davon allerdings will Griesbach nichts wissen: „Bei allem Optimismus müssen wir die Lage realistisch sehen. Vor drei Spieltagen waren wir noch Letzter. Wir richten jetzt nicht den Blick nach oben, sondern wollen aus einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze drei machen.“

Ein schwieriges Unterfangen, in der Vorrunde kassierte die SVR in Plochingen eine 24:35-Schlappe. Diesmal gilt es, dem Team besser Paroli zu bieten, schon ein Punkt könnte Gold wert sein. (sch)

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 25. Januar 2018