Personell gebeutelt, aber entschlossen

Das Verletzungspech der Oberliga-Handballer der SV Remshalden hält an. Personell sehr geschwächt muss der Aufsteiger ins wichtige Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn SG Lauterstein gehen. Dennoch möchte das Team unbedingt punkten. „Wenn wir die Liga halten wollen, sollten wir solche Spiele gewinnen“, stellt Trainer Frederick Griesbach klar.

SG Lauterstein (11. Platz, 4:6 Punkte) – SV Remshalden (12. Platz, 3:7 Punkte; Sonntag, 17 Uhr)

Kurz hintereinander hat die SVR in der englischen Woche zwei Heimniederlagen kassiert. Am Samstag gab’s ein 22:27 gegen Herrenberg, am Dienstag folgte das 25:32 gegen Weinsberg. Das Fazit von Frederick Griesbach fällt gemischt aus: „Wir haben es in beiden Spielen 50 Minuten geschafft, mit unserem derzeitigen Kader gegen Topteams absolut auf Augenhöhe zu agieren. Trotzdem sind die Niederlagen ärgerlich. Ein Erfolg wäre für das junge Team sehr wichtig gewesen.“ Vor allem angesichts der Personalsorgen.

Vor der Partie gegen Weinsberg hatten sich Oliver Ruge und Maxim Gries (beide Knie) verletzt abgemeldet. Damit ist die Liste der Ausfälle noch länger geworden. Außer den langzeitverletzten Florian Assmann und Uli Seybold (beide Kreuzbandriss) werden der SVR längerfristig auch Hendrik Wiesner (Sehnenriss im Finger) und, eine neue schlechte Nachricht, Felix Holczer (Fingerbruch) fehlen. Zumindest fürs nächste Spiel ausfallen wird zudem Gries. Und ob Ruge am Sonntag wieder zum Einsatz kommen kann, ist sehr fraglich. Diese Misere will Griesbach aber nicht als Ausrede gelten lassen: „Jetzt müssen die jungen Spieler Verantwortung übernehmen. Speziell Marian Rascher wird davon profitieren.“ Andererseits dürfe man aber auch nicht zu viel von ihm und den anderen Nachwuchshoffnungen erwarten. In Lauterstein jedoch sollte die SVR trotz aller Probleme tunlichst punkten.

Griesbach sieht die SG als Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Sie verfüge über ein ähnliches Team wie Remshalden, das vor allem im Kollektiv stark sei. Und, unangenehm für jeden Gegner: „Die Lautersteiner geben nie auf.“ Remshalden könne bei der SG gewinnen, „es wird aber extrem schwer“. Weil mit Hendrik Wiesner der Rückraum-Shooter fehlt, ist die SVR dazu gezwungen, Tore stets mittels viel Tempo herauszuspielen. Da bleiben technische Fehler nicht aus. Um einen Sieg in Lauterstein zu holen, „müssen wir diese definitiv minimieren“.

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 6. Oktober 2017