Remshalden erarbeitet sich gute Ausgangsposition

Remshalden erarbeitet sich gute Ausgangsposition

Der erste Spieltag in Erfurt gestaltete sich positiv für die weibliche A-Jugend. Nachdem die Mädchen schon am Freitag die vierstündige Reise, in drei Kleinbussen angetreten waren, ging es samstagmorgens auf den Erfurter Weihnachtsmarkt, um frische Luft zu schnappen und die nötige Energie zu sammeln. Mit der Rückkehr ins Hotel und der anschließenden Fahrt in die Halle stieg auch die Nervosität bei Spielerinnen wie Trainern. Die erste Aufgabe war ein Sieg gegen den VfL Bad Schwartau.

Mit der Unterstützung der inzwischen nachgereisten Eltern begann das Spiel für die SVR-Mädels gut. Eine aggressive remshaldener Abwehr machte es den Schwartauerinnen schwer überhaupt einen Durchbruch zu finden und seltene, freie Würfe wurden von gut haltenden Torhütern nicht selten pariert. Im Angriff hatte die SVR leider nicht so viel Glück und vergab einige Torchancen leichtfertig. Somit war es kein Spiel der vielen Tore. Trotzdem konnten sich die Remstälerinnen durchsetzen und führten zur Halbzeit mit 8:5.

In der zweiten Hälfte gaben die SVR – Mädels das Spiel nicht mehr aus der Hand. Zeitweise führten sie mit fünf Toren (14:9). Erst kurz vor Schluss wurde der Gegner noch einmal gefährlich, als Bad Schwartau auf ein 15:13 verkürzen konnte, aber da war das Spiel schon gelaufen. Die Partie endete 16:14.

Staib, Wachter, Kugler (im Tor); DeBellis (2), Xander, Stumpp (1), Halilovic (2), Gruber (5), Hagen (1), Schleier, Oeder, Herbert (2), Hojczyk (3)

Trotz des Sieges war allen Beteiligten klar: Da muss noch eine Schippe drauf gelegt werden, wenn gegen die anderen beiden Mannschaften auch mitgehalten werden will. Vor allem das anschließende Spiel, in dem sich Blomberg und Erfurt begegneten, flößte den SVR-Mädels gehörigen Respekt ein. Deshalb hieß es nach einer kleinen Weihnachtsfeier am Samstagabend – früh ins Bett.

Denn am Sonntagvormittag wartete der nächste, stärkere Gegner auf die Remstälerinnen: der heimische THC Erfurt.
Das Spiel begann für die Mädels mit den Trommelschlägen der männlichen A-Jugend, die zur großen Überraschung und Freude der Mädchen die lange Reise auf sich genommen hatten, um die weibliche A-Jugend zu unterstützen.

Besser hätte die Atmosphäre für die SVR-Mädels also nicht sein können, als sich der zweiten Aufgabe des Wochenendes stellten.
Mit einer lautstarken Unterstützung im Rücken, die nahezu für Heimspielatmosphäre sorgte, wurde der Kampfgeist und der Wille der Mädels noch einmal auf das Höchste gepusht, sodass der “Dorfclub” auch in diesem Spiel zeigen konnte, dass er einiges zu bieten hat.

Von den ersten Minuten an gestaltete sich das Spiel sehr ausgeglichen und auf beiden Seiten sehr aggressiv. Bis zum 5:5 hatte keine Mannschaft die Nase vorn. Danach schaffte es die SVR sich einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erarbeiten, der von den Erfurterinnnen aber gleich wieder ausgeglichen wurde. Gegen Ende der ersten Halbzeit konnten die SVR-Mädels sich dann erstmals richtig absetzten und so ging es mit einem Stand von 10:13 in die Pause.

In der zweiten Halbzeit ließen die Mädels in ihrem Kampfgeist kein bisschen nach und jeder von ihnen gab sein Bestes, um den Vorsprung weiter auszubauen. Das gelang auch und so führten die Remstälerinnen schnell 11:19. Diese Führung konnte bis zum Ende hin gehalten werden. Das führte zu einem überraschend hohen 17:25 – Sieg.

Staib, Wachter, Kugler (im Tor); DeBellis (2), Xander, Stumpp, Halilovic (7/2), Gruber (3), Hagen (8/6), Schleier, Oeder (1), Herbert (1), Hojczyk (3)

Die aufkommende Feierlaune musste leider aber auf später verschoben werden, denn keine Stunde später wartete der Favorit aus Blomberg. Bis dahin war die SVR die einzige Mannschaft aus der Gruppe, die noch keine Niederlage hatte hinnehmen müssen. Schon das ist ein großer Erfolg, doch die Mädchen witterten die Chance auf eine noch bessere Ausgangslage für den nächsten Spieltag. Blomberg dagegen hatte den Druck gewinnen zu müssen.

Die SVR konnte befreit aufspielen und schaffte es zunächst mit dem Favoriten mitzuhalten, doch schnell setzten diese sich ab und zogen auf ein 4:8 davon. Aber davon ließen sich die Remstälerinnen sich nicht unterkriegen. Sie kämpften sich mit einer extrem starken Mannschaftsleistung wieder auf ein 9:9 heran und gingen sogar kurz vor der Halbzeit mit einem Tor in Führung. Beim 12:11 wurden die Seiten gewechselt. Anfang der zweiten Hälfte hatte die SVR-Mädels die Nase vorn. In der Abwehr wurde noch aggressiver agiert und keine leichten Tore ermöglicht. Immer wieder führte die SVR mit zwei Toren. Doch kurz vor Ende, als das Spiel noch hektischer wurde, schien das Schiedsrichtergespann den Überblick zu verlieren und ermöglichte Blomberg, mit einigen fatalen Fehlentscheidungen, einen ganz knappen 22:24 – Sieg. Die Enttäuschung über die unverdiente Niederlage überwog in diesem Moment den positiven Sieggefühlen der anderen Spiele. Trotzdem können die Mädels stolz darauf sein, was sie an diesem Wochenende als Mannschaft geleistet haben. Diese gute Ausgangslage gilt es Ende Januar, am zweiten Bundesliga-Wochenende zu nutzen.

Staib, Wachter, Kugler (im Tor); DeBellis (3), Xander, Stumpp (2), Halilovic (7/4), Gruber (5), Hagen (1), Schleier, Oeder (1), Herberr, Hojczyk (3)

Die weibliche A-Jugend wünscht allen Frohe Weihnachten & einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Und nochmal herzlichen Dank an alle Eltern und die Jungs der männlichen A-Jugend für die großartige Unterstützung sowie den Firmen Autohaus Kästle und Firma Imle Sanierungen für die beiden Kleinbusse!
Bericht: Marie Herbert

  Autor des Artikels: wiesner /   Erstellt am: 22. Dezember 2014