Spiel abhaken, vorwärts schauen ….

SG Lauterstein  –  SV Remshalden  31:22 (18:10)

Einen gebrauchten Tag erwischte das Viertliga-Team der SV Remshalden beim Auswärtsspiel in Lauterstein. Zwar startete die Mannschaft gut in die Partie, doch sollte sich im Verlauf der Begegnung das Fehlen gleich mehrerer wichtiger Spieler bemerkbar machen. Zudem war auch diesmal wieder die Chancenverwertung nicht optimal, einiges an Pech und mehrere fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter besiegelten die Niederlage bei der SGL.

Remshalden startete mit einer extrem offensiven Abwehr und hatte dabei den Gegner ganz gut unter Kontrolle, die ersten Treffer fielen lediglich vom Siebenmeter-Strich. Lauterstein fand zunächst keine Mittel gegen die schnelle Defensive der Remshaldener, die ihrerseits aber im Angriff gleich mehrere Chancen nicht zu nutzen wussten. Bis zum 4:4 nach 10 Minuten war die Partie völlig offen. Was nun folgte, waren Angriffe im Sekundentakt. Extrem hohes Spieltempo und entsprechendes Risiko auf beiden Seiten ließ die Fehlerquote ansteigen. Lauterstein stellte sich schneller darauf ein und erzwang mit vier Treffern in Folge die 9:5-Führung. Bitter für die SVR der Treffer zum 11:6, als Torhüter Daniel Mühleisen bei seiner Rettungsaktion unglücklich an den Pfosten prallte und mit einer großen Risswunde behandelt werden musste. Coach Freddy Griesbach reagierte in der Auszeit und brachte nun Lukas Hartenstein im linken Rückraum. Zwei Treffer vom Kreis durch Kenneth Eckstein zum 13:9 ließen noch einmal hoffen. Fragwürdig der Treffer zum 14:9, als Tobias Klemm im Tor der SVR einen Kopftreffer einstecken musste, benommen am Boden lag, der verwandelte Abpraller aber als Tor gewertet wurde. Bis zur Pause lief bei der SVR nicht mehr viel zusammen, Lauterstein gelang dagegen nahezu alles und vergrößerte seinen Vorsprung auf 18:10.

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Coach Griesbach im rechten Rückraum Andreas Huber, der seine Karriere eigentlich schon beendet hatte. Aufgrund der Verletzten-Misere war dieser Schachzug sicher nicht der schlechteste. Den Start in die zweiten 30 Minuten hatten sich die Remshaldener allerdings ganz anders vorgestellt. Gleich 5 einfache Fehler in Folge leistete sich der Angriff, bei der SG Lauterstein schien dagegen einfach alles zu funktionieren. Auch in der Defensive hatten die Remstäler nun ihre Probleme. Durch geschickte Sperren immer wieder freigespielt, kam der Rückraum der Lautersteiner zu vielen einfachen Toren. Beim 28:18 nach 50 Minuten war der Vorsprung auf 10 Treffer angewachsen und das Spiel damit durch. Bitter für die SVR dann noch die Verletzung von Moritz Knück, womöglich wird damit noch ein weiterer Leistungsträger länger ausfallen. Die restliche Spielzeit versuchte Remshalden das Ergebnis zu korrigieren, kämpfte bis zum Ende obwohl bereits Minuten vor dem Schlusspfiff der Sieger feststand. Lauterstein gewann am Ende klar mit 31:22, Remshalden muss nun versuchen dieses Spiel schnell aus dem Kopf zu bringen und sich auf seine Stärken zu besinnen. Wenn sich das Lazarett in den nächsten Wochen wieder lichtet, werden auch die Wechselmöglichkeiten wieder besser und somit gilt es noch lange nicht, den Kopf in den berühmten Sand zu stecken.

SGL:  Wiche, Nagel;    Lackinger, Schmid (2), Stuber (1), Lenz (4), Kümmel (1), Villforth (2), S.Nägele (2), Kölle (1), J.Nägele (8/2), Dangelmaier (8/2), Mühleisen (2).
SVR:  Klemm, Mühleisen;    Eckstein (2), Ruge (1/1), Schwarz (1), Klein (3), Huber (2), Rascher (4/2), Pesch (4/1), Röhrle, Knück (1), Hartenstein (4).

 

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 9. Oktober 2017