Spitzenspiel vor heimischer Kulisse

Mit dem TSV Weinsberg und der SV Remshalden treffen am Sonntag zwei vor der Saison von vielen externen Beobachtern hochgehandelte Teams aufeinander. Beide Teams konnten der bisherigen Tabellensituation nach diese Erwartungen erfüllen. So stehen sich der Tabellenerste und der Tabellenzweite gegenüber.

 

Mit der bisherigen Saison kann man in Remshalden auch eindeutig zufrieden sein. Bei dem schweren Auswärtsspiel in Altensteig konnte man wieder den Grundstein des bisherigen Erfolges sehen: eine starke und bewegliche Abwehr mit guten Torhütern dahinter. So steht das Team des neuen Trainers Alexander Schurr nach fünf Spielen noch ohne Niederlage da, eine Situation die man vor der Saison so nicht unbedingt erwarten konnte. „Wir hatten viele Veränderungen und ein sehr schweres Auftaktprogramm. Wir haben schon Spiele in Beilstein und in Altensteig hinter uns, Waiblingen war bei uns zu Gast. In diesen fünf Spielen noch keine Niederlage eingesteckt zu haben ist sicherlich als sehr positiv zu bewerten“ so Schurr. So hat man sich ein absolutes Spitzenspiel gegen den Ligafavoriten angerichtet. Dabei trifft ein sehr starker Angriff auf die äußerst stabile Remshaldener Abwehr.

Weinsberg kommt ebenfalls ohne Niederlage ins Remstal, hat aber noch keinen Punkt abgegeben. In der Vergangenheit haben sich beide Mannschaften schon viele enge Duelle geliefert, man kennt sich inzwischen schon sehr gut. Das Team von Trainer Markus Kübler hat, wie schon im letzten Jahr, personell zugelegt. So konnten wieder höherklassige Spieler an die Weibertreu gelockt werden. Nahezu jeder Spieler hat schon Erfahrungen in höheren Ligen sammeln können. Einzelne auffällige Spieler zu nennen fällt so mehr als schwer, neben starken Außenspielern bildet aber sicherlich der Rückraum mit Max Schulze, Jan König und Tim Landenberger das Weinsberger Prunktstück. Jeder Spieler bringt seine Qualitäten mit, während Schulze und König extrem dynamisch und athletisch sind, steht auf der halbrechten Seite mit Tim Landenberger einer der besten Linkshänder der Liga zur Verfügung. In der Defensive verlässt man sich dagegen immer noch sehr auf die körperliche Robustheit, so wird eine massive 6:0 Abwehr gespielt, unterstützt von einem guten Torhüter.

Eine hohe Hürde also für das Heimteam aus dem Remstal. Laut Schurr sei Weinsberg zwar absolut favorisiert, man müsse „wieder eine stabile Abwehr im Verbund mit den sicheren Torhütern stellen. Wenn wir dann vorne die uns gegebenen Chancen konsequent nutzen, ist in eigener Halle aber auch alles möglich.“ Man will also die weiße Weste in der heimischen Stegwiesenhalle so lange wie möglich behalten, vor allem auch für und durch die starke Unterstützung der Zuschauer.

Eine volle Bank und somit eine große Breite im Kader wird für diese Aufgabe nötig sein. Trotz einiger Blessuren geht die SVR davon aus, alle Mann an Bord zu haben.

  Autor des Artikels: Andreas Huber