SVR geht auf dem Zahnfleisch

Handball, Baden-Württemberg-Oberliga, Männer: SV Remshalden (16. Platz, 3:9 Punkte) – TV Willstätt (1. Platz, 10:2 Punkte; Samstag, 19.30 Uhr).

Langsam wird das Verletzungspech unheimlich. Als hätte Aufsteiger SVR nicht schon genügend Ausfälle, muss er jetzt auch noch bis mindestens Weihnachten auf Moritz Knück (Meniskusriss) verzichten. Und Torhüter Daniel Mühleisen zog sich im vergangenen Spiel bei einem Abwehrversuch einen schmerzhaften langen Riss im Schienbein zu. Immerhin ist er weiterhin spielfähig – ein kleiner Trost.

Wie groß die Misere ist, zeigte sich in der Partie bei der SG Lauterstein, die mit 22:31 verloren ging. „Mit jedem Ausfall werden wir fragiler“, sagt Remshalden-Trainer Frederick Griesbach. „Wir sind schon Mitte der ersten Halbzeit zusammengebrochen.“ Daran konnte auch der reaktivierte Andreas Huber nichts ändern. Erneut eklatant war die Abschlussschwäche, vier Siebenmeter und mehrere freie Würfe wurden vergeben.

Die SVR ist Tabellenletzter, da stellt sich die Frage, was angesichts der Verletzungssorgen nun zu tun ist. Eigentlich wollte der drittligaerfahrene Griesbach nicht mehr selbst auf dem Feld stehen. Und jetzt? „Es ist eine Option bei uns, dass ich spiele“, sagt der Coach. Allerdings sei er seit vier Monaten nicht mehr im Training und in seiner aktiven Zeit „kam ich viel über die Fitness“. Deshalb würde der Trainer einen anderen Weg bevorzugen, nämlich Talenten aus der zweiten Mannschaft eine Chance zu geben.

Jetzt, im Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer Willstätt, kann die SVR zumindest ohne Druck antreten. Der TV zeige einen beeindruckenden Power-Handball, so Griesbach. „Aber es gibt in jedem Spiel eine Chance.“ In der derzeitigen Verfassung wird Remshalden jedoch vor allem versuchen müssen, die zu erwartende Niederlage so gering wie möglich zu halten. (sch)

  Autor des Artikels: wiesner /   Erstellt am: 13. Oktober 2017