SVR siegt im Spitzenspiel der Württemberg-Liga

SV Remshalden  –  NSU Neckarsulm   31:27  (16:18)

 

Im Vorfeld wurde die Partie schon zum Topspiel des Wochenendes erklärt, nach den gespielten 60 Minuten wurde diese Einschätzung vollauf bestätigt. In der gut gefüllten Stegwiesenhalle sorgten einmal mehr die SVR-Fans für eine grandiose Stimmung und sorgten mit dafür, dass am Ende die Punkte in Remshalden blieben. Doch bis dahin sollte das Team von Trainer Alexander Schurr noch eine Menge Arbeit vor sich haben.

 

Die Gäste aus der Auto-Stadt waren die spielbestimmende Mannschaft in der ersten Halbzeit. Nur beim 1:1 war die Partie ausgeglichen, insbesondere der 18-jährige Felix Kazmeier drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Allein im ersten Durchgang erzielte er 11 Treffer und war von der Defensive der SVR nicht zu halten oder wurde von seinem Team immer wieder in Szene gesetzt. Auf Seiten der Gastgeber agierte der Angriff häufig zu kompliziert, die einfachen Treffer aus dem Rückraum blieben Mangelware. Auch die Abwehr stand bei weitem nicht so sattelfest wie in der Vorwoche. Manko blieb zudem die schlechte Chancenverwertung von den Außenpositionen. So blieb die NSU ständig mit zwei, drei Toren in Führung und hatte das Spiel fest im Griff. Allerdings kämpfte das Team um Kapitän Markus Tögel, leistete sich zwar auch leichte Ballverluste, ließ jedoch den Rückstand nicht uneinholbar größer werden. Weiter erschwerend kam hinzu, dass die beiden Unparteiischen in vielen Situationen eine ganz individuelle Auslegung des Regelwerks besaßen, mit dem sich beide Teams nicht unbedingt anfreunden konnten. Die NSU ging mit einem verdienten Vorsprung (18:16) in die Halbzeitpause.

 

Dort müssen in der Kabine der Remshaldener die richtigen Worte gefallen sein. Die SVR kam mit einer ganz anderen Körpersprache zurück ins Spiel und man spürte, dass sich das Team nicht aufgeben wollte. Der Angriff agierte nun deutlich druckvoller, der Ball lief viel schneller durch die Reihen und der Gast aus Neckarsulm bekam damit zunehmend Schwierigkeiten. Drei Treffer in Folge bedeuteten die erstmalige Führung (19:18) und der stark spielende Lukas Hartenstein erhöhte mit seinen Treffern zum 22:19. Nun war die SVR wieder in der Spur, angefeuert vom lautstarken Heimpublikum lief es nun wesentlich runder. Zudem steigerte sich Torhüter Tobias Klemm und machte mit mehreren sehenswerten Paraden die Chancen der NSU zunichte. Zwar wurde die Partie beim 24:23 durch Kazmeier noch einmal eng, doch ließ sich das Team der SVR nicht mehr aus dem Konzept bringen. Oliver Ruge erwies sich erneut nervenstark vom Siebenmeter-Strich und selbst eine doppelte Überzahl überstanden die Remshaldener ohne nennenswerten Schaden. Pech in der Schlussphase, dass gleich zwei Würfe am Pfosten kleben blieben, Neckarsulm sah seine letzte Hoffnung in einer offensiven Deckung. Die entstehenden Freiräume nutzte die SVR geschickt aus und spätestens nach den Treffern von Marian Rascher und Hendrik Wiesner zum 29:25 knapp zwei Minuten vor Spielende war die Partie entschieden. Remshalden siegte in einer tollen Partie aufgrund der besseren zweiten Hälfte und dem ausgeglicheneren Spielerkader verdient mit 31:27 Toren und kann der Aufgabe am kommenden Sonntag in Schmiden selbstbewusst entgegensehen.

 

SVR:  Klemm, Mühleisen;    Eckstein, Klein (1), Tögel (1), Ruge (9/5), Holczer (1), Wiesner (4), Huber (3), Seybold (2), Rascher (3), Hartenstein (5), Pesch (2), Knück.

 

NSU:  Bognar, Max Kerner;     Göppele (2), Maier, Gerber (1), Baumann, Trumpp (1), Kazmeier (16/3), Schenk (2), Moritz Kerner (2), Schreider, Tittel (3), Hofacker.

 

 

 

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 9. Oktober 2016