SVR will Wiedergutmachung

Nach der Niederlage im Spitzenspiel in Weinsberg hat die SV Remshalden keine Zeit zum durchatmen. Mit der Bundesligareserve der SG BBM Bietigheim 2 kommt ein starker Gegner ins Remstal, bei welchem im Hinspiel ein Punkt liegen gelassen wurde.

 

Die Partie in Weinsberg steckt dabei sicherlich noch in den Köpfen. Während man über 60 Minuten in der Abwehr überzeugen konnte und von dem besten Angriff der Liga lediglich 24 Tore in fremder Halle hinnehmen musste, wurde im Angriffsspiel leider nicht an die Leistung der vergangenen Spiele angeknüpft. Trainer Alexander Schurr sieht vor allem im Auslassen von zu vielen Torchancen den Knackpunkt: „bei einer Wurfquote von um die 45% ist es schwer solch ein Spiel zu gewinnen. Wir haben aber trotzdem sehr viel Gutes gezeigt, eine starke Abwehr und quasi keine technischen Fehler.“ Nun gilt es vor heimischem Publikum die erste Saisonniederlage nach einer Serie von 18 niederlagenlosen Spielen abzustreifen und vor allem im Angriff wieder zu alter Stärke zu finden.

Mit der SG BBM Bietigheim 2 kommt allerdings ein Gegner, welcher sich sicherlich Chancen ausmalt nicht mit leeren Händen die Rückreise antreten zu müssen. Zwar musste man zur Rückrunde den Wechsel zweier Leistungsträger verkraften, Nils Boschen und Hendrik Schoeneck zog es zu höherklassigen Vereinen, dies gelang eindrucksvoll mit wichtigen Siegen, unter anderem dem deutlichen Sieg gegen Bottwartal. Lediglich die ebenfalls deutliche Niederlage im Heimspiel gegen Altensteig am letzten Wochenende passt dazu nicht wirklich ins Bild. Genau hier sieht Schurr auch die größte Schwäche des Gegners, die mangelnde Konstanz. „Im Hinspiel haben wir eine Begegnung auf sehr hohem Niveau gesehen, wir haben lange Zeit geführt, gegen Ende der Partie aber noch einen Punkt verschenkt. Auf der anderen Seite hat Bietigheim aber auch gegen Mannschaften aus dem unteren Drittel Punkte liegen lassen.“ Das Team um Routinier und Ex-Bundesligaspieler Thorsten Salzer sei also schwer einzuschätzen und auf jeden Fall gefährlich. Dabei kommt die Mannschaft vor allem über das Kollektiv, steht defensiv gut und ist von jeder Position gefährlich.

Schurr erwartet eine Partie auf Augenhöhe. Man müsse sich wieder auf die eigenen Stärken fokusieren und das Weinsbergspiel vergessen. Die Saison ist noch lange nicht abgehakt nach der Niederlage. Bei noch sieben ausstehenden Partien kann noch viel passieren. Verzichten muss die SVR vermutlich auf Adrian Wehner, welcher nach den auskurierten Knieproblemen nun muskuläre Probleme in der Wade hat.

  Autor des Artikels: Andreas Huber /   Erstellt am: 3. März 2016