#THE1D: Nondergoigeld

Urbach/Plüderhausen, Urbach oder doch Plüderhausen? Bereits vor Spielbeginn hatte THE#1D am vergangenen Samstag Abend zur Primetime erste Herausforderungen zu meistern. Denn im heutigen Zeitalter der durchkommerzialisierten Handball-Spielgemeinschaften kann es schon mal vorkommen dass man sich bei der Auswahl der Spielstätte nicht so ganz sicher sein kann. Jedoch fand #THE1D denn via Abstecher nach Urbach schlussendlich noch den Weg nach Plüderhausen in die richtige Halle.

Dort angekommen begrüßten uns die sanften Klänge von Shostakovich aus der Hallenmusikanlage in einer so angenehmen Lautstärke dass man sich beim Aufwärmen gedanklich und musikaseelisch eher in der Elbphilharmonie wähnte. Sehr sympathisch zudem, dass sich die erste Mannschaft von Ur/Plü mal nicht wie von sonstigen Gegnern gewohnt bereits eine Stunde vor Spielbeginn auf einer Linie warmlief. Und da #THE1D sowas wie Warmmachen ja quasi nie so wirklich praktiziert kam bei einigen Zuschauern (hüstel – ca. 5 waren zu dieser Zeit anwesend) bestimmt schon der Gedanke auf, dass sich beide Teams wohl eher ohne dieses merkwürdige Handball einfach so direkt im Mittelkreis auf einen gemeinsamen Nenner names Kaltgetränke einigen würden.

Doch da nunmal schon der Schiedsrichter anwesend war, manch ein Zuschauer vermutlich sogar Eintritt hatte bezahlen müssen (die Berechnung eines Break-Evens für diese Investition möchte nun wirklich nicht mal der weiseste Wirtschaftsweise durchführen) und sonst so. Na jedenfalls bat Coach S. zur Matchplan-Besprechung in die Kabine.

Und – wie man ihn kennt: The Bäder One war bestens vorbereitet in seiner Ansprache. Man hätte die anwesenden Spieler aufgrund der vielen Ausfälle auch als Rumpfteam bezeichnen können. Doch halt: Sowas würde Coach S. niemals über die Lippen kommen. Haha, Rumpfteam. Nein: PERSPEKTIVTEAM!!! Das waren seine Worte. PERSPEKTIVTEAM!!! Allein dieser sprachliche Motivationsschachzug braucht keine Ergänzungen mehr. Quasi die kurze (kleine) Rochade des Königs von Feld b1 nach b8 und der Gegner ist Schach. Dann der Todesstoß: “Goigleds nonder.” Schachmatt.

Also zum Spiel: Josy zog die Fäden im Mittelfeld, Timo eins gegen einste sich durch, Matze brillierte vorgezogen, Jochen schweißte ins Tor, Angel kämpfte, “Iceman” Frotty verwandelte sicher, “No-Look-Pass” Werner zauberte, Marcus beruhigte mit all seiner Erfahrung, Poki kreiselte und hielt die Abwehr zusammen, Nico zwickte (ausnahmsweise nur seinen Oberschenkel), Steffco hielt seinen Kasten sauber und biss dann bravourös auf die Zähne und die Redaktion ging bereits gedanklich den Spielbericht durch. Endstand: 28:23 für die #THE1D.

Dazu noch ein Dank an die Jungs von Ur/Plü. Denn auch wenn das Match hart umkämpft war: Es ging immer fair zur Sache und auch nicht ganz so verbissen wie man es in dieser Liga auch oftmals erlebt. Man hatte zu jedem Zeitpunkt den Eindruck, dass es allen Akteuren um den Spaß am Spiel ging. Ein weiterer Dank geht natürlich auch immer an den Schiedsrichter und alle 15 Zuschauer (15 = Angabe im offiziellen Spielbericht).

Inwiefern dieses Perspektivteam nun denn tatsächlich eine Perspektive hat ist sicher eine Frage der Perspektive. Insofern: Vielen lieben Dank für Ihre/eure Lesezeit dieses kleinen Abenteuers der #THE1D. Wir schätzen das sehr.

Ihre/eure #THE1D

  Autor des Artikels: Alex Angele