Topspiel in eigener Halle

Am Sonntag kommt mit der SG Bottwartal- Schozach eines der ambitioniertesten Teams der Liga in die heimische Stegwiesenhalle. Nach einer unter den Erwartungen liegenden Hinrunde peilen die Gäste eine verlustpunktfreie Rückrunde an, um die Chance zum Aufstieg zu wahren.

 

Mit dem Spiel in Waiblingen ist der Trainer Alexander Schurr insgesamt zufrieden. Man habe ein „typisches Derby“ gesehen. Dabei konnte man sich wieder auf eine sehr stabile Abwehr verlassen, aus welcher man in den entscheidenden Phasen die Ballgewinne in Tore ummünzen konnte. Der am Ende deutliche Sieg gegen die individuell starken Waiblinger sei gerecht und ein guter Start in die Rückrunde gewesen, trotzdem sieht Schurr noch deutliches Potential nach oben. „Gerade in der Chancenauswertung, dem Tempospiel und der taktischen Umsetzung des Angriffspiels haben wir noch einiges an Steigerungsbedarf. Das Spiel nach vorne hat ordentlich funktioniert, trotzdem haben wir nach meinem Geschmack noch zu viele Fehler eingebaut.“

Die Leistungssteigerung wird auch nötig sein um am Sonntag den hoch gehandelten Gästen die angestrebte Serie zu versauen. Im Hinspiel trennte man sich noch unentschieden und bescherte dem damaligen Spitzenreiter den ersten Verlustpunkt. In dem weiteren Saisonverlauf lies die SGSB die Punkte in den Spitzenspielen liegen, überraschend kam noch die Heimniederlage gegen Leonberg dazu.

Seit dem Hinspiel hat sich die SVR aber weiterentwickelt, so stellt Remshalden gemeinsam mit der SKV Oberstenfeld die beste Abwehr der Liga. Das Team aus dem Bottwartal bietet dabei vor allem im Angriff geballte Durchschlagskraft. So findet man auf jeder Position Spitzenleute der Liga. Besondere Gefahr strahlt dabei Rückraumshooter Philipp Kroll aus, welcher regelmäßig mit einer zweistelligen Toranzahl vom Spielfeld geht. Aber die Mannschaft auf ihn zu reduzieren wäre sicherlich nicht clever, in dem Team um den wiedergenesenen Spiertrainer Dennis Saur hat fast die Hälfte der Mannschaft Erfahrungen aus der dritten Liga oder gar höher aufzuweisen und daher kann fast jeder Spieler entscheidenden Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen.

Schurr erwartet einen ähnlichen Verlauf wie im Hinspiel. „Da treffen zwei wirklich starke Mannschaften mit unterschiedlichen Philosophien aufeinander, das kann ein ganz enges Spiel werden.“ Eine Prognose über den Spielausgang abzugeben sei deshalb sehr schwer. Man müsse neben der gewohnt starken und aggressiven Abwehr mit zwei starken Torhütern dahinter nahezu fehlerfrei spielen und die herausgespielten Chancen mit absoluter Konsequenz nutzen. Dann sieht der Trainer, mit der üblichen herausragenden Unterstützung der Zuschauer im Rücken, gute Chancen das Spiel erfolgreich zu gestalten. Für das wichtige Spiel kann Schurr auf alle Spieler zurückgreifen.

  Autor des Artikels: Andreas Huber /   Erstellt am: 20. Januar 2016