Traditionsderby zum Ligaabschluss

 Die Entscheidungen an der Spitze der Württembergliga Nord sind gefallen, für Staffelmeister und Aufsteiger SV Remshalden gibt’s zum Abschluss der Punktrunde noch das Traditionsderby. Die Handballer treten bei den SF Schwaikheim an, sind aber trotz 18 gewonnener Ligaspiele in Folge keineswegs großer Favorit.

SF Schwaikheim (4. Platz, 34:20 Punkte) – SV Remshalden (1. Platz, 49:5 Punkte; Sonntag, 17 Uhr). Die Schwaikheimer spielen eine starke Runde, zuletzt siegten sie mit 30:21 bei der SG BBM Bietigheim II. „Es war souverän, aber keine Galavorstellung“, sagt SF-Coach Heiko Burmeister. Die Höhe des Sieges habe ihn nicht überrascht. „Die Bietigheimer haben einen nicht so guten Lauf.“

Jetzt freut sich die Mannschaft aus Schwaikheim auf den Saisonabschluss und das Derby gegen Remshalden. In der Vorrunde war sie nur 28:29 unterlegen. „Das Spiel war recht ansehnlich und knapp.“ Auch diesmal rechnet Burmeister mit einer engen Partie. Und hofft auf ein besseres Ende für sein Team: „Wir haben es drauf, Remshalden zu schlagen, müssen es aber auf die Platte bringen.“ Zwar habe die SVR jetzt 18 Spiele nacheinander gewonnen, doch durchaus nicht immer souverän. Im Derby sei zu erwarten, dass beide Teams „Vollgas geben“. Verzichten muss Schwaikheim außer auf den langzeitverletzten Marvin Itterheim auch auf Jochen Kubach (Urlaub) und Johannes Bayha (angeschlagen). Ihr letztes Spiel bestreiten werden Marc Jung und Fabian Bayha, die ihre Karrieren beenden wollen.

Bei Remshalden werden drei zentrale Spieler im Kader fehlen

Weil es um keine Entscheidungen in der Tabelle mehr geht, erwartet SVR-Trainer Alexander Schurr ein „relativ entspanntes“ Spiel in Schwaikheim. „Ich denke, die Halle wird noch mal voll werden.“ Freilich wolle Remshalden vor den beiden Partien gegen den TV Weilstetten um den Titel des württembergischen Meisters auch das letzte Spiel der Runde gewinnen. Für die SVR ist es nach dem 32:23 gegen den TSV Alfdorf/Lorch das zweite Derby in Folge. Großes Pech hatte am Samstag der Remshaldener Uli Seybold. Ohne Fremdeinwirkung zog er sich einen Kreuzbandriss zu. „Das ist ein harter Schlag“, sagt Schurr. Fehlen gegen Schwaikheim wird nicht nur er, sondern auch Felix Holczer und Oliver Ruge. „Für uns sind das drei zentrale Pfeiler“, so der Trainer. Einig ist er sich mit seinem Kollegen Heiko Burmeister: Es wird ein enges Derby werden.

Aufgrund eines versprochenen Wetteinsatzes wird ein Bus zum letzten Auswärtsspiel der Saison eingesetzt.

  Autor des Artikels: Andreas Huber /   Erstellt am: 29. April 2017