Unnötige Niederlage bei der SG Leonberg/Eltingen

SG Leonberg/Eltingen  –  SV Remshalden  28:25  (18:12)

Die erste Viertelstunde komplett verschlafen, die Trefferquote unter 50 Prozent und die Abwehrleistung eher mäßig. So lässt sich kurz und knapp das Auswärtsspiel bei der SG Leonberg/Eltingen zusammenfassen. Am Ende wurde es zwar noch eng, doch die SVR musste schließlich die verdiente Niederlage akzeptieren.

Die vielen mitgereisten Fans rieben sich verwundert die Augen. War das der Tabellenführer der Württemberg-Liga, der zu Beginn auf dem Feld stand? Klarste Torchancen wurden nicht genutzt, zwei Siebenmeter verworfen und die SG konnte im Angriff nach Belieben schalten und walten. 6:0 stand es nach 8 Minuten und die erste Grüne Karte war auch schon verbraucht. Auch der dritte Strafwurf wurde nicht verwandelt, bei Leonberg klappte einfach alles, die SG baute ihre Führung auf 10:2 aus (15.Minute). Dann fing sich der Gast aus dem Remstal ein wenig. Marvin Klein und Hendrik Wiesner verkürzten auf 11:5 und waren bis dahin die einzigen Torschützen der SVR. Markus Tögel verwandelte den vierten Strafwurf und Marian Rascher wusste sich durchzusetzen, allerdings traf der Gegner weiter nach Belieben. Alexander Schurr nahm die zweite Auszeit und stellte im Angriff um. In der Folge sorgte Oliver Klingler und erneut Hendrik Wiesner für den Anschluss (15:11). Sorgenkind blieb allerdings die Defensive, teilweise unbedrängt kam die SG zu einfachen Treffern und sorgte binnen weniger Minuten erneut für die deutliche Führung (18:11). Sekunden vor der Halbzeit gelang Remshalden noch der Treffer zum Pausenstand.

Die SVR begann auch den zweiten Durchgang schlampig, ließ wieder viele Chancen liegen, verwarf einen weiteren Strafwurf und gestattete den Leonbergern erneut, mühelos auf 23:14 davonzuziehen. Trotzdem gab Remshalden nicht auf, zumindest einige Spieler zeigten körperliche Präsenz und wollten sich nicht kampflos geschlagen geben. Der inzwischen eingewechselte Carsten Röhrle traf nun von der rechten Außenposition, Markus Tögel vom Siebenmeter, Marvin Klein und immer wieder Hendrik Wiesner sorgten zusammen für den Anschluss beim 25:23. Die Remshaldener Zuschauer feuerten ihr Team unaufhaltsam an und hofften, dass die Partie noch kippen könnte. Doch dann trafen die beiden Unparteiischen eine ihrer Fehlentscheidungen, die folgenschwer sein sollte: Hendrik Wiesner musste für zwei Minuten auf die Bank. Warum, wusste niemand so recht und das gut zwei Minuten vor dem Schlusspfiff. Die SG Leonberg nutzte die finale Überzahl und entschied das Spiel mit 28:25 zu ihren Gunsten.

SG Leonberg/Eltingen:   Weihing, Keller;    Rilling, Binder (4), Maresch, Nicolau, Mücke (5), Neuffer (4/1), Merkle, Kollitz, Kilper, Ulrich (4), Fischer (5), Auer (6).
SV Remshalden:  Klemm, Mühleisen;   Eckstein, Tögel (3/3), Hartenstein, Holczer (1), Klingler (2), Wiesner (11), Klein (4), Huber (1), Seybold, Rascher (1), Pesch, Röhrle (2), Knück.

 

 

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 14. November 2016