WC1: Licht und Schatten beim Landesliga-Derby

Nachdem wir durch unnötige Niederlagen in der Verbandsklasse unser „Ziel Oberliga“ nicht erreicht hatten, erwarteten uns als erster Gegner in der Landesliga unsere Nachbarn aus Winterbach.

Durch unser kreatives Spiel im Angriff und unsere konzentrierte Zusammenarbeit in der Abwehr stand es bereits nach 7 Minuten 0:7. Für die HSG Winterbach/Weiler gab es kein Durchkommen, die torgefährlichen Halbspielerinnen konnten wir komplett ausschalten. Vorne gelang es uns u.a. immer wieder über die Halbpositionen Laura am Kreis freizuspielen, die sicher verwandelte. Bis zur 22. Minute erzielte jede Spielerin von uns mindestens ein Tor. Allerdings arbeitete die Abwehr nicht mehr ganz so aufmerksam wie am Anfang der Partie. Das lag vielleicht am Umstellen der Aufstellung oder daran, dass wir uns nicht mehr gegenseitig motivierten.
Halbzeitstand 9:18.
Zu Beginn der 2. Hälfte ging bei uns überhaupt nichts mehr. Winterbach gelang es 7 Tore in Folge zu erzielen. Weder Positionswechsel in der Abwehr noch Auswechslungen halfen. Im Angriff fehlten die Ideen, außer missglückten Distanzwürfen und permanentes Auf-die-gegnerische-Abwehr-Draufrennen fiel uns nicht viel ein. Linksaußen bekam ab Mitte der zweiten Halbzeit keinen einzigen Ball…das was in der ersten HZ so gut funktionierte, nämlich das Zusammenspiel und das Auge für die freie Mitspielerin zu haben, klappte nicht mehr.
Die Trainer nutzten eine Auszeit in der 33. Minute um uns aufzuwecken. Die Aussage: „Die Gegner spielen nicht gut, ihr spielt scheiße“, leuchtete uns zwar allen ein, half uns aber in dem Moment leider nicht. Erst eine erneute Umstellung in der Abwehr brachte die Wende. Durch einen Spielzug gelang uns endlich wieder ein Treffer, der uns ins Spiel zurückbrachte. Mit herausgefangenen Bällen und Gegenstößen zogen wir vom 19:20 in der 40. Minute zum Endstand auf 20:27 davon. Hut ab an die Mädels aus Winterbach!

Wir lernen und merken uns: Egal wie hoch die Führung ist, im Handball kann sich das Blatt immer wenden. In den folgenden Spielen wollen wir von der ersten bis zur letzten Spielminute zusammen kämpfen, wie auch immer der Spielstand ist.

Kommendes Wochenende haben wir unser erstes Heimspiel in der Landesliga, wir empfangen den SSV Dornbirn/Schoren aus Österreich.

Danke an Klaus für die Adventskalender. Über die süße Überraschung haben wir uns alle gefreut 🙂

Es spielten: Jana Wiesner, Jule Maier, Alicia Kohnle, Milena Heim, Laura Sattler, Inga Müller, Ronja Hüppchen, Luna Passon, Theresa Litzel

  Autor des Artikels: Bernd Kuger /   Erstellt am: 27. November 2016