Wieder ein Vier-Punkte-Spiel im Abstiegskampf

(sch). In der Oberligapartie beim Favoriten SG Pforzheim/Eutingen schrammten die Handballer der SV Remshalden nur knapp an einem Punktgewinn vorbei (26:27). Jetzt aber ist ein Sieg fast Pflicht: Im Duell der Kellerkinder empfängt das Team den Vorletzten Neckarsulm, ein alter Rivale.

Handball, Baden-Württemberg-Oberliga, Männer: SV Remshalden (13. Platz, 8:14 Punkte) – Neckarsulmer SU (15. Platz; 6:16 Punkte; Sonntag, 17 Uhr).

Freilich ist es schön, einem Favoriten alles abzuverlangen, doch eine Niederlage mit einem Tor ist eben auch eine Niederlage. Grund dafür war in Pforzheim laut SVR-Trainer Frederick Griesbach der verschlafene Start seines Teams. „Wir waren gleich mit 2:6 hinten und dann erst auf Augenhöhe.“ Hätte das Spiel ein paar Minuten länger gedauert, wäre ein Punktgewinn möglich gewesen. So aber lautet das Fazit: „Wir dürfen nicht erst nach 15, 20 Minuten anfangen, Handball zu spielen.“

Aufgrund der Personalsorgen stand Griesbach erneut wieder lange selbst auf dem Feld. Und obwohl Kenneth Eckstein jetzt aus seinem dreiwöchigen Urlaub zurückgekehrt ist, wird der Trainer voraussichtlich auch im kommenden Spiel seine Handballschuhe schnüren müssen. Moritz Knück und Felix Holczer sind nach ihren Verletzungen zwar wieder ins Training eingestiegen, aber noch nicht einsatzfähig.

Den nächsten Gegner Neckarsulm kennt die SVR aus den Duellen in der Württembergliga gut, einige der jungen Spieler hat Griesbach noch als Coach des A-Jugend-Bundesligisten Horkheim selbst trainiert. In der Vorbereitung auf die Oberliga-Saison verlor die SVR zweimal gegen Neckarsulm, im Pflichtspiel soll jetzt ein Sieg her. Denn in der Liga geht es sehr eng zu. „Zwischen Platz 16 und neun liegen nur fünf Punkte“, rechnet Griesbach vor. Es könnte bis zu fünf Absteiger geben, Remshalden ist Viert-, die SU Vorletzter.

Zwar ist die Saison noch lang, doch ein Erfolg gegen den „unangenehmen Gegner“ (Griesbach) wäre für die SVR sehr wichtig im Kampf um den Klassenverbleib. „Dann hätten wir die ersten direkten Vergleiche mit allen drei Mannschaften, die hinter uns stehen, gewonnen.“ Verliert Remshalden aber das Heimspiel, „erschwert das die Sache extrem“. Beide Teams stehen vor dem spannenden Duell somit unter Druck.

Der SVR-Trainer ist davon überzeugt, Neckarsulm mit temporeichem Spiel schlagen zu können. Studienbedingt fehlen wird bei Remshalden wohl Carsten Röhrle.

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 10. November 2017