Wieder eine tolle Aufholjagd ….

SV Remshalden  –  NSU Neckarsulm   30:30   (12:18)

 

In einer torreichen Partie sahen die zahlreichen Zuschauer in der Stegwiesenhalle ein Unentschieden, das so recht keiner Mannschaft weiterhilft. Ob das am Ende ein verlorener oder gewonnener Punkt war, konnten auch beide Trainer in der anschließenden Pressekonferenz nicht eindeutig beantworten. Remshalden verschlief einmal mehr die Anfangsphase und die NSU konnte sich wieder einmal auf seinen torgefährlichen Rückraum verlassen.

 

Was sich bereits in den vergangenen Begegnungen abzeichnete, sollte auch in diesem für die SVR wichtigen Spiel wieder beinahe spielentscheidend werden: Remshalden war eigentlich erst nach gut 10 Minuten in der Partie. Bis dahin hatte der Neckarsulmer Rückraum leichtes Spiel, fand immer wieder die Lücken in der SVR-Defensive und zog mühelos auf 1:5 weg. Was seine Vorderleute versäumten, versuchte Tobias Klemm im Tor der SVR wettzumachen. Erst allmählich stabilisierte sich die Abwehr, im Angriff schaffte es die SVR den Rückstand zu verringern und leistete sich dennoch immer wieder kleine Leichtsinnsfehler. Pech hatte Moritz Pesch mit seinem Wurf an die Unterkante der Querlatte, der das 10:12 bedeutet hätte. Remshalden versuchte es nun mit einer offenen Deckung gegen den starken Clemens Borchardt, hatte damit aber auch nicht den gewünschten Erfolg. Die Abwehr blieb weiter ohne zwingenden Zugriff auf den Gegner und in der Offensive häufte sich nun die Zahl der ausgelassenen Chancen. Zwar erzielte der Gastgeber kurz vor der Pause noch einen herrlichen Kempa-Treffer zum 12:17, musste aber im Gegenzug den Treffer zum 12:18-Pausenstand hinnehmen. Wieder einmal musste die Griesbach-Truppe einem Rückstand hinterherlaufen, was diesmal allerdings recht aussichtslos erschien.

 

Ein anderes Auftreten war zu Beginn der zweiten Halbzeit zu spüren, der Wille war da, sich nicht kampflos geschlagen zu geben. Die ersten beiden Treffer waren der Auftakt zu einer Aufholjagd, die allerdings noch lange andauern sollte. Zwar stand nun die Abwehr der SVR besser, doch immer wieder sollten klare Chancen nicht den Weg ins Tor der NSU finden. Auch deshalb war Remshalden in dieser Phase nicht in der Lage, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Immer wieder war es die Rückraum-Achse der Neckarsulmer, die ihre einfachen Treffer erzielen konnte. Erst ab der 43. Minute sollte das Spiel so langsam ins Kippen kommen. Der Remshaldener Kampfgeist war jetzt hellwach und insbesondere Marvin Klein war es, der nun Verantwortung übernahm und mit seinen Treffern den Rückstand verringern konnte. In der Defensive gelangen Daniel Mühleisen im Tor der SVR gleich mehrere Paraden und so wurde er zum großen Rückhalt in der Schlussphase. Remshalden war nun endgültig dran (23:24) und hatte gleich mehrere klare Chancen in Führung zu gehen, vergab diese aber kläglich. So zog die NSU wieder davon und nun folgten turbulente und äußerst spannende Schlussminuten. Die gut leitenden Schiedsrichter sparten nicht mehr mit Zeitstrafen, viel Raum für die verbleibenden Akteure gab es fortan auf dem Feld. Den nutzten die Remshaldener und glichen zum 28:28 aus. Postwendend ging Neckarsulm in Führung, doch bereits im Gegenzug folgte der erneute Ausgleich. Daniel Mühleisen parierte erneut den Wurf der Gäste und so gelang es der SVR, wenige Sekunden vor dem Ende sogar mit 30:29 in Führung zu gehen. Den Gegenzug der Gäste vereitelten die Hausherren mit einem Foul, das die Unparteiischen für Siebenmeter würdig befanden. Daniel Mühleisen blieb es verwehrt, seine Leistung zu krönen und so trennte man sich am Ende mit einem 30:30-Unentschieden.

 

 

NSU:  Bognar, Max Kerner;    Borchardt (7/1), Lochbihler, Göppele (5), Baumann (5), Trumpp (6), Schenk, Moritz Kerner, Matschke, Tittel (4), Hofacker, Gohly (3/1), Brake.

 

SVR:  Klemm, Mühleisen;    Eckstein (4), Klein (9), Ruge, Schwarz, Wiesner (6), Rascher (6/4), Hartenstein, M.Pesch (2), Griesbach, N.Pesch (3).

 

 

  Autor des Artikels: Armin Wiesner /   Erstellt am: 14. November 2017