Ziel: 4 Punkte gegen den Abstieg

Mit dem 30:22-Erfolg beim TSB Schwäbisch Gmünd haben die Oberliga-Handballer der SV Remshalden ein Ausrufezeichen gesetzt. Jetzt will der Aufsteiger im Kampf um den Klassenerhalt nachlegen. In der englischen Woche geht es zu Hause in der Stegwiesenhalle gegen die direkten Konkurrenten Blaustein und Söflingen.

SV Remshalden (12. Platz, 6:10 Punkte) – TSV Blaustein (10. Platz, 6:8 Punkte; Samstag, 18 Uhr);
SV Remshalden – TSG Söflingen (16. Platz, 4:12 Punkte; Mittwoch, 17 Uhr).

Mit der Partie in Schwäbisch Gmünd ist Trainer Frederick Griesbach freilich sehr zufrieden gewesen. „Es war für uns nach dem Unentschieden im Willstätt-Spiel der nächste Schritt nach vorne.“ Ein Erfolgsgarant sei Torhüter Tobias Klemm gewesen, der in Hälfte zwei überragend gehalten habe. Und es gab nach der ganzen Verletzungsmisere mal eine positive Überraschung: Hendrik Wiesner ist schneller als gedacht von seinem Fingerbruch genesen und kam schon in Gmünd wieder im Angriff zum Einsatz. „Das hatte eine Signalwirkung“, sagt Griesbach. „Wir hätten auch ohne ihn eine Chance gehabt, aber mit ihm war sie natürlich noch höher. Er ist topfit.“ In der Tat: Innerhalb von gerade einmal 20 Minuten warf Wiesner sechs Tore.

Trotzdem bleibt die Personallage angespannt. Obwohl er es eigentlich nicht wollte, stand Griesbach selbst wieder in der Abwehr auf dem Feld. Daran wird sich auch in den kommenden Partien nichts ändern: „Mit Oli Ruge, Carsten Röhrle und mir haben wir nur drei Spieler im Mittelblock.“ Vielleicht muss Griesbach sogar im Angriff aushelfen. Denn mit Kenneth Eckstein, der seinen schon vor der Saison abgesprochenen dreiwöchigen Urlaub beginnt, und Jan Hertel aus der zweiten Mannschaft, der zumindest an diesem Wochenende ausfällt, werden auch die letzten beiden verbliebenen Kreisläufer fehlen.

Jetzt stehen zwei Spiele innerhalb von fünf Tagen an, die sehr wichtig für das Unternehmen Klassenerhalt sind. „Für uns ist das eine hohe Belastung. Aber wir fahren gut damit, nicht über die Verletzungen zu lamentieren, sondern alles daranzusetzen zu punkten.“ Zumal die SV Remshalden in beiden Partien Heimrecht hat. Am Samstag geht es gegen den TSV Blaustein, am Mittwoch stellt sich die TSG Söflingen in der Stegwiesenhalle Geradstetten vor. „Tabellenmäßig sind das für uns direkte Konkurrenten.“ Ziel ist es, sich von beiden Teams abzusetzen. Doch vor allem Schlusslicht Söflingen sei stärker einzuschätzen als sein Tabellenplatz: „Die TSG ist eine Wundertüte.“ Nach dem personellen Umbruch sei sie zwar individuell stark besetzt, wirke aber noch nicht wie ein Team. Die SVR hofft darauf, dass sich das am Mittwoch nicht ändert.

Aus den kommenden vier Spielen, es warten noch Favorit Pforzheim und der Vorletzte Neckarsulm, will die SVR vier Punkte holen. „Sechs wären ein Traum“, so Frederick Griesbach. Gewinnt Remshalden die Partien am Samstag und Mittwoch, der Trainer rechnet jeweils mit ganz engen Entscheidungen, wäre der Traum ein großes Stück näher gerückt.

  Autor des Artikels: Zeitungsverlag Waiblingen /   Erstellt am: 27. Oktober 2017