Knapp an der Sensation vorbei ….

SV Remshalden  –  TSV Blaustein   33:34  (15:19)

 

Die SV Remshalden schrammte ganz knapp an der großen Überraschung vorbei und hätte wenigstens einen Punkt verdient gehabt. Doch wer eine Minute vor dem Ende mit einem Tor führt und 20 Sekunden vor Abpfiff bei Unentschieden immer noch in Ballbesitz ist, der wird auch für kleine Fehler in der 4. Liga gnadenlos bestraft. Innerhalb weniger Sekunden entschied der Ex-Remshaldener Philipp Frey mit zwei Treffern die Partie zugunsten des Tabellenführers.

 

Zwar kamen die Gäste mit der schnellen 2:0-Führung gut ins Spiel, doch die SVR hielt sofort dagegen. Der Angriff tat sich gegen eine unangenehm offensive Deckung der Gäste schwer und musste jeden Treffer hart erkämpfen. Insbesondere Marian Rascher wirbelte auf der Mittelposition und brachte sich und seine Nebenleute immer wieder in gute Wurfpositionen. Beim 5:5 war die Begegnung wieder offen und dennoch versäumten es die Gastgeber in doppelter Überzahl, sich einen Vorsprung zu erspielen. Pech bei Pfostenwürfen ermöglichte es Blaustein, durch schnelle Gegenstöße auf 8:11 davonzuziehen. Während die Gäste insbesondere durch ihre gefährlichen Außenspieler immer wieder zu guten Chancen kamen, versäumte es Remshalden dem gleich zu tun. Klare Chancen wurden in dieser Phase vergeben und der TSV erhöhte den Druck. Beim 12:16 nach 26 Minuten schien Blaustein schon auf die Siegerstraße einzubiegen. An diesem Eindruck sollte sich bis zur Pause (15:19) nicht allzu viel ändern.

 

Häufig entschieden in der Vergangenheit die ersten 10 Minuten nach dem Wechsel darüber, wie die Partie zu Ende gehen würde. Blaustein setzte weiter auf seine starken Außenspieler und die SVR hatte in Marian und Nico Rascher zwei, die sich der drohenden Niederlage entgegen stemmten. Dazu überzeugte in dieser Phase Carsten Röhrle nicht nur in der Abwehr, sondern steuerte wichtige Tore bei, die beim 23:24 nach 40 Minuten wieder Hoffnung bei den SVR-Fans aufkommen ließen. Blaustein wirkte von da an zunehmend nervös und leistete sich gleich mehrere Fehler, zudem bekam Daniel Mühleisen im Tor der Remshaldener nun endlich ein paar Bälle zu fassen. Beim 26:25 lag Remshalden erstmals wieder in Führung und hatte die auch aufgrund einer deutlich verbesserten Abwehrleistung klar verdient. Coach Prasolov nahm die Auszeit und schwor sein Team nochmal ein, was Wirkung zeigen sollte. Nico Rascher und der bis dahin glücklose Niklas Pesch mit einem Doppelschlag sorgten für das 29:26 (48.). Röhrle und Nico Rascher erhöhten sogar noch auf 31:27, doch dann berappelte sich der Tabellenführer wieder und verkürzte zum 31:30 (56.). Remshalden erhöhte mit Treffer Nummer 32, doch im direkten Gegenzug gelang dem TSV das 32:31 und wenige Sekunden später sogar der Ausgleich (32:32). Marian Rascher ließ nach einer feinen Einzelleistung mit dem 33:32 sein Team wieder hoffen und erzielte im darauffolgenden Angriff das 34. Tor, das allerdings wegen angeblichem Schrittfehler durch die ansonsten gut leitenden Schiedsrichter nicht anerkannt wurde. 59 Sekunden vor dem Ende nahm Remshalden noch seine letzte Auszeit, die allerdings ihre Wirkung verfehlte. Ein technischer Fehler und ein Risikopass wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff ließ den TSV Blaustein jubeln, Philipp Frey entschied die Partie mit zwei schellen Gegenstößen am Ende glücklich für seinen TSV Blaustein.

 

SVR:  Hägele, Klemm, Mühleisen;    Eckstein (2), N.Rascher (8), Gries, Pesch (3), Schweikhardt (2), M.Rascher (10/2), Hartenstein, Röhrle (5), Knück (1), Hertel, Kohl (2).

 

TSV:  Beha, Ruhland;    Behr (3), Hoßfeld (1), Hellmann, Frey (11/3), Kiechle (4), C.Spiß (7), S.Spiß (2), Wowra (1), Terbeck, Rapp (5/1), Wieja, Glück.

  Autor des Artikels: Armin Wiesner